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Wirtschaft - Aktien Frankfurt: Sorgen vor Handelskrieg schicken Dax auf Talfahrt


Wirtschaft  

Aktien Frankfurt: Sorgen vor Handelskrieg schicken Dax auf Talfahrt

23.03.2018, 12:26 Uhr | dpa-AFX

(Korrigiert wurde im ersten Absatz, letzter Satz der Wochenverlust. Dieser betrug knapp 4 rpt 4 Prozent.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die wachsende Furcht vor einem weltweiten Handelskrieg hat den Dax am Freitag auf Talfahrt geschickt. Bereits zum Börsenauftakt sackte der Leitindex unter die Marke von 12 000 Punkten und folgte so den negativen Vorgaben der Aktienmärkte in den USA und Asien. Hinzu kamen dann so genannte charttechnische Faktoren. Gegen Mittag ging es für den Dax um 1,58 Prozent auf 11 909,31 Punkte abwärts, was im Wochenverlauf aktuell ein Minus von knapp 4 Prozent bedeutet.

Nachdem der Leitindex wochenlang auf der Suche nach einer klaren Richtung war, könnte sich diese nun abzeichnen. Der Fall unter die charttechnische Unterstützung bei etwa 12 000 Punkten hatte weitere Abgabewellen ausgelöst. Zeitweise wurde das Börsenbarometer unter die Marke von 11 830 Punkten gedrückt, die am 5. März einen vorläufigen Tiefpunkt bedeutet hatte.

"Ein nachhaltiges Unterschreiten dieses Tiefpunktes würde den bisher noch vorhandenen zyklischen Rückenwind aushebeln", kommentierte die DZ Bank. Die Stimmung für den Dax, die sich bereits seit Anfang Februar eingetrübt hat, dürfte entsprechend weiter belastet werden.

Der MDax der mittelgroßen Werte sank zur Mittagszeit um 1,15 Prozent auf 25 091,99 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax büßte 1,58 Prozent auf 2541,04 Punkte ein. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 1,44 Prozent.

Auslöser der aktuell kräftigen Verluste war die Ankündigung der USA, ein Maßnahmenpaket von bis zu 60 Milliarden US-Dollar gegen China verhängen zu wollen. China reagierte daraufhin mit einem Paket von zunächst rund 3 Milliarden Dollar. Zwar wurden die Länder der Europäischen Union von erhöhten Zöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen, dennoch fürchten Investoren, dass der Handelsstreit der Vereinigten Staaten mit anderen Ländern den globalen Wachstumsmotor stottern lässt oder gar abwürgen könnte. Zölle erhöhen die Kosten für Unternehmen und die Ausgaben von Verbrauchern.

Im Dax hielten sich nur die Anteilsscheine der als defensiv geltenden Aktien des Deutschen Telekom knapp im Plus. Alle anderen gaben nach. Besonders schwach zeigten sich erneut die Papiere der Deutschen Bank , die mit einem Verlust von mehr als 5 Prozent zeitweise knapp unter 11 Euro auf den tiefsten Stand seit November 2016 fielen. Die Papiere der Commerzbank gaben um 0,7 Prozent nach. Es gebe inzwischen zunehmend Sorgen, dass das erste Quartal schwach verlaufen sei, nachdem Finanzchef James von Moltke auf einer Investorenkonferenz in London gesagt hatte, dass das Kapitalmarktgeschäft unter Gegenwind leide.

Im Fokus stand zudem der Börsengang der Deutsche-Bank-Fondstochter DWS. Der Ausgabepreis, der bei 32,50 Euro je Aktie gelegen hatte, wurde vom ersten Kurs knapp übertroffen. Doch das schwache Marktumfeld machte letztlich auch den DWS-Aktien zu schaffen, die gegen Mittag mit 32,38 Euro das Stück gehandelt wurden.

Im TecDax standen die Papiere des Bausoftware-Spezialisten Rib Software nach einer Kapitalerhöhung besonders im Fokus. Sie büßten als Schlusslicht fast 15 Prozent ein. Zwar wurden sämtliche der knapp 4,7 Millionen zusätzlichen Anteilscheine über Nacht platziert, doch neben der Anteilsverwässerung stellten Analysten auch die Unternehmensstrategie in Frage.

Jahreszahlen legten die beiden Wohnimmobilien-Unternehmen Deutsche Wohnen und TLG vor und hielten sich daraufhin deutlich besser als der Gesamtmarkt. Deutsche Wohnen gewannen im MDax zuletzt rund 1 Prozent und TLG hielten sich im SDax stabil. Beide hatten am Morgen über ihr Geschäftsjahr 2017 berichtet und auch einen Ausblick gegeben. Zudem sind so genannte defensive Werte, zu denen auch die Aktien aus der Immobilienbranche zählen, in Zeiten turbulenter Märkte stabiler als konjunktursensible Papiere wie solche aus der Auto-, Banken- oder Industriebranche./ck/jha/

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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