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Ikea ändert Expansionsstrategie: Weg von der grünen Wiese

Weg von der grünen Wiese  

Ikea ändert seine Expansionsstrategie

04.04.2018, 17:57 Uhr | dpa

Ikea ändert Expansionsstrategie: Weg von der grünen Wiese. Ikea: Passanten gehen unweit des neu eröffneten Ikea-Einrichtungshauses in Hamburg-Altona durch die Fußgängerzone. (Quelle: dpa/Daniel Reinhardt)

Ikea in Hamburg-Altona: Ikea setzt auf neue Geschäfte in Innenstädten. (Quelle: Daniel Reinhardt/dpa)

Ikea-Stores in Einkaufszentren oder Büros auf dem Dach – der schwedische Möbelriese setzt in Deutschland künftig vor allem auf die Innenstädte. Das hat Folgen für einige bislang geplante Projekte.

Ikea will in Deutschland näher an die Kunden ran und stampft seine bisherigen Pläne für einige Standorte ein: "Neue Märkte werden künftig vor allem in den Innenstädten und Metropolregionen entstehen. Format und Größe werden unterschiedlich sein", sagt Johannes Ferber, Expansionschef von Ikea Deutschland. "Wichtig ist eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Auch Kunden ohne Auto müssen uns gut erreichen können."

In Bottrop wird kein neuer Ikea entstehen

"Wir werden kaum noch neue Standardstores sehen und erst recht nicht auf der grünen Wiese", sagt Ferber. Vom Tisch ist das geplante Haus in Bottrop. "Die dezentrale Lage des Grundstücks abseits des Stadtzentrums ist nicht mehr zukunftsfähig", sagt Ferber. Neben dem Neubau des bestehenden Hauses in Essen ist weiterhin eine Neuansiedlung in Bochum oder Herne vorgesehen, ein langfristig angedachter Standort in Castrop-Rauxel ist hingegen vom Tisch.

"Im Ruhrgebiet bewertet Ikea das Potenzial inzwischen anders als noch vor ein paar Jahren", sagt Ferber. Ob die Zahl der Möbelhäuser auf lange Sicht von derzeit 53 auf bundesweit 70 steigen wird, lasse sich angesichts der neuen Strategie schwer vorhersagen.

In Bayern steht der Standort Memmingen auf dem Prüfstand. Das dort ursprünglich geplante Standard-Einrichtungshaus wird den Angaben zufolge nicht weiter verfolgt. Noch nicht entschieden ist, wie ein mögliches neues Konzept aussehen könnte. Das neue Haus in Nürnberg sowie der Neubau des Einrichtungshauses in München-Eching bleiben auf der Agenda. Format und Größe werden aber überprüft.

Kommt Ikea nun in die Fußgängerzone?

Erste Erfahrungen in der Innenstadt hat Ikea seit 2014 mit dem City-Store in Hamburg-Altona gesammelt. "Wir werden Altona so aber nicht wiederholen. Wir wollen individuelle Standorte entwickeln, zum Beispiel ohne komplettes Warenlager", sagte der Manager. Vorstellbar seien Ikea-Stores in der Fußgängerzone, einem Warenhaus oder einem Einkaufszentrum.

Um die Lieferzeiten bei Online-Bestellungen zu verkürzen, plant Ikea mittelfristig sechs bis neun neue Verteilzentren in Deutschland. Dafür sollen 300 bis 400 Millionen Euro investiert werden.

Bei neuen Projekten in den Innenstädten kann sich der Möbelriese auch zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten vorstellen, zum Beispiel Büros oder Wohnungen auf dem Dach eines Ikea-Hauses. "Wir trauen uns zu, solche Modelle zu entwickeln. Umgesetzt werden sollten sie dann mit lokalen Partnern", sagt Ferber.

Ikea-Häuser außerhalb der Zentren sind weiterhin wichtig

Auch wenn Ikea in Deutschland künftig in die Innenstädte strebt, die bestehenden Häuser außerhalb der Zentren werden Ferber zufolge weiter eine wichtige Rolle spielen. "Die Kunden möchten sich Möbel ansehen und ausprobieren und später vielleicht online bestellen. Wichtig ist für uns eine enge Verzahnung von stationärem und Online-Handel". Sechs Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschaftet Ikea Deutschland inzwischen online und verzeichnet jährlich zweistellige Zuwachsraten.

Der Möbelhändler war im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/2017 (31. August) in Deutschland nicht mehr so schnell gewachsen wie zuvor. Auf ihrem wichtigsten Einzelmarkt setzten die Schweden knapp 4,9 Milliarden Euro um, was einen Zuwachs von 2,4 Prozent bedeutete. Zuvor hatte Ikea Deutschland ein Wachstum von 7 Prozent geschafft.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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