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Greenpeace: Autoindustrie muss mehr zahlen für bessere Luft


Dieselautos auf eigene Kosten nachrüsten  

Greenpeace: Autoindustrie muss mehr zahlen für bessere Luft

08.04.2018, 16:01 Uhr | dpa-AFX

Greenpeace: Autoindustrie muss mehr zahlen für bessere Luft. Abgas aus einem Auto: In vielen Städten ist die Luft stärker als von der EU erlaubt mit Stickoxiden belastet. (Quelle: Marcel Kusch/dpa)

Abgas aus einem Auto: In vielen Städten ist die Luft stärker als von der EU erlaubt mit Stickoxiden belastet. (Quelle: Marcel Kusch/dpa)

Der Umweltverband Greenpeace hat angebliche Pläne der Bundesregierung zur Nachrüstung mancher Dieselautos begrüßt. "Endlich nimmt die Bundesregierung die Hersteller für ihre Abgasmanipulationen in die Pflicht und räumt ein, was Gutachten längst belegt haben", sagt Greenpeace-Sprecher Niklas Schinerl.

Die Konzerne könnten ihre schmutzigen Diesel technisch so nachrüsten, dass sie "deutlich sauber" werden. "Es ist ihnen nur zu teuer", sagt Schinerl. Zugleich mahnt er flächendeckende Änderungen an: "Es greift zu kurz, nur in einzelnen Regionen nachrüsten zu lassen. Die Hersteller müssen alle manipulierten Autos so weit in Ordnung bringen, dass sie die Grenzwerte auf der Straße einhalten – natürlich auf eigene Kosten."

Fonds für Dieselnachrüstungen

Nach einem "Spiegel"-Bericht gibt es in der Regierung Überlegungen, zumindest einen Teil der Dieselflotte technisch wirksam nachrüsten zu lassen. Dazu werde geprüft, ob Autokonzerne fünf Milliarden Euro in einen Fonds einzahlen. Die Regierung würde Geld zuschießen. Das Bundesfinanzministerium betonte allerdings, es habe keine Kenntnis von einem solchen Programm.

Die Bundesregierung hatte ein milliardenschweres Programm für saubere Luft in Kommunen auf den Weg gebracht, die Autoindustrie beteiligt sich daran mit 250 Millionen Euro.

Politik will Fahrverbote für Diesel vermeiden

In vielen Städten ist die Luft stärker als von der EU erlaubt mit Stickoxiden belastet, die in verkehrsreichen Gebieten meist aus Dieselabgasen stammen. Die Politik will Fahrverbote für Diesel vermeiden. Im Fokus der Debatte stehen Hardware-Nachrüstungen älterer Dieselfahrzeuge, also Umbauten direkt an Motor und Abgasanlage. Die Hersteller wollen nur mit Software-Updates die Schadstoffe senken. Viele Experten bezweifeln aber, dass das genügt. Die Autobranche lehnt Hardware-Nachrüstungen als zu aufwendig und teuer ab.

Die große Koalition trifft sich am Dienstag und Mittwoch zu ihrer ersten Klausur – dabei wird auch die Zukunft des Diesel Thema werden.

Verwendete Quellen:
  • dpa-AFX

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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