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Volkswagen-Konzernchef Matthias Müller soll Posten räumen


Umbau bei Volkswagen  

Konzernchef Matthias Müller soll Posten räumen

10.04.2018, 17:48 Uhr | pdi, t-online.de, AFP

Volkswagen-Konzernchef Matthias Müller soll Posten räumen. VW-Chef Matthias Müller: Neben Müller muss offenbar auch Personalchef Karlheinz Blessing gehen. (Quelle: dpa/Marijan Murat)

VW-Chef Matthias Müller: Neben Müller muss offenbar auch Personalchef Karlheinz Blessing gehen. (Quelle: Marijan Murat/dpa)

Volkswagen steht vor einem Chefwechsel: Matthias Müller soll nach Informationen des "Handelsblatts" abgelöst werden. Ein Nachfolger steht offenbar schon fest.

Laut Medienberichten steht ein Wechsel an der VW-Konzernspitze VOLKSWAGEN AG VZO O.N. Aktie bevor. Vorstandschef Matthias Müller muss offenbar gehen und wird durch Herbert Diess abgelöst werden, der die Kernmarke VW führt, berichten die Nachrichtenagentur Bloomberg, die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und das "Handelsblatt" unter Berufung auf informierte Personen. Es gebe entsprechende Pläne.

Ein offizielles Statement von Volkswagen gibt es bislang nicht. Ein Pressesprecher wollte den Führungswechsel gegenüber t-online.de mit Verweis auf die Vorstandssitzung am Freitag nicht bestätigen.

VW-Chef Matthias Müller: Neben Müller muss offenbar auch Personalchef Karlheinz Blessing gehen. (Quelle: dpa/Marijan Murat)VW-Chef Matthias Müller: Neben Müller muss offenbar auch Personalchef Karlheinz Blessing gehen. (Quelle: Marijan Murat/dpa)

Zuvor hatte Volkswagen per Pflichtmitteilung erklärt, die Führungsspitze umbauen zu wollen. "Dazu könnte auch eine Veränderung im Amt des Vorstandsvorsitzenden gehören", hieß es. Müller habe seine "grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, an den Veränderungen mitzuwirken". Nähere Angaben dazu machte der Dax-Konzern zunächst nicht.

Aktienkurse steigen

Bereits auf einer Sitzung des Aufsichtsrats am kommenden Freitag könnte die Personalie entschieden werden, schreibt das "Handelsblatt" weiter. Die Zeitung hatte zuerst über den möglicherweise anstehenden Chefwechsel berichtet.

Bei den Großaktionären sei die Erkenntnis gereift, dass das Unternehmen nach der weitgehenden Aufarbeitung des Dieselskandals nun einen Neuanfang brauche. Müller sehe dies auch so und gehe daher freiwillig, schrieb die Zeitung unter Berufung auf das Umfeld des VW-Chefs.

Neben Müller werde auch Personalchef Karlheinz Blessing das Unternehmen verlassen, schrieb das "Handelsblatt" weiter unter Berufung auf Unternehmenskreise. Dieser habe sich mit dem mächtigen Betriebsrat überworfen.

Bei den Anlegern dürfte der Vorstandsumbau laut einem Händler tendenziell gut angekommen, zumal Müller nicht ganz unumstritten sei. Zudem verwies er darauf, dass schon länger über eine Abspaltung des Lkw-Geschäfts spekuliert werde. Die Vorzugsaktien von Volkswagen stiegen am Nachmittag um zuletzt 4,5 Prozent.

"Weiblicher und jünger"

Sollten personelle Veränderungen im Vorstand der Volkswagen AG erfolgen, könnte dies auch zu entsprechenden personellen Veränderungen im Vorstand der Porsche Automobil Holding SE führen, teilte diese mit. Die von den Familien Porsche und Piëch kontrollierte Porsche SE hält gut 52 Prozent der Stimmrechte an Volkswagen.

Bei Volkswagen ist der interne Umbau seit langem ein Thema, der riesige Konzern kämpft mit komplexen Strukturen und will den einzelnen Marken und Regionen mehr Verantwortung geben. Außerdem erfordern die Elektromobilität und die Vernetzung viele Veränderungen, der Konzern investiert hier bereits Milliarden.

Müller hatte dem "Spiegel" gesagt, aus seiner Sicht müsse das oberste Management von Volkswagen "weiblicher, jünger und internationaler" werden. "Das ist ein riesiges Problem des Konzerns. (...) Ich würde auf jeden Fall gerne mit dem Aufsichtsrat diskutieren, wie der Konzern nach meiner Zeit geführt werden soll und von wem."

Müller ist 64 Jahre alt, sein Vertrag endet regulär 2020. Er war im Herbst 2015 an die Spitze von Volkswagen gekommen, nachdem Vorgänger Martin Winterkorn im Zusammenhang mit dem Bekanntwerden des Abgasskandals in den USA zurückgetreten war.

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