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Wirtschaft: Weniger verdächtige Finanzgeschäfte im Vatikan


Wirtschaft  

Weniger verdächtige Finanzgeschäfte im Vatikan

27.04.2018, 16:12 Uhr | dpa-AFX

ROM (dpa-AFX) - Die Zahl verdächtiger Finanzgeschäfte im Vatikan ist weiter gesunken. Der Finanzaufsichtsbehörde des Kirchenstaats seien im letzten Jahr lediglich 150 solcher dubioser Transaktionen gemeldet worden, teilten die Aufseher am Freitag in Rom mit. Im Vergleich: 2016 waren es 207 Verdachtsfälle, 2015 sogar 544.

Den Rückgang erklärt sich die Behörde teilweise mit dem abgeschlossenen und einst von Papst Benedikt XVI. angestoßenen Überprüfungsprozess der Kunden der Vatikanbank IOR (Institut für die religiösen Werke). Dabei waren Tausende fragwürdige Bankkonten geschlossen worden. Die Bank stand lange wegen wenig transparenter Geschäfte in der Kritik. Papst Franziskus hatte nach seinem Amtsantritt 2013 mehrfach ein härteres Vorgehen gegen Geldwäsche und undurchsichtige Finanzgeschäfte angekündigt.

Wird der Finanzaufsicht ein Verdachtsfall gemeldet, leitet die Behörde unter der Leitung des Schweizer Juristen und Anti-Geldwäsche-Experten René Brülhart entsprechende Untersuchungen ein. Brülhart wies am Freitag darauf hin, dass diese im vergangenen Jahr zu einer Verurteilung führten. Im Oktober war der Ex-Vorsitzende der Stiftung des Kinderkrankenhauses Bambino Gesù, Giuseppe Profiti, wegen Amtsmissbrauchs zu einer einjährigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Damals ging es um die angebliche Veruntreuung von Spendengeldern.

Im Dezember 2016 hatte der Europaratsausschuss Moneyval dem Vatikan Fortschritte im Kampf gegen Geldwäsche bescheinigt. Allerdings waren Schwächen in der Strafverfolgung bemängelt worden, da der Heilige Stuhl noch keine Verdachtsfälle von Geldwäsche vor Gericht gebracht hat.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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