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Verdacht auf Manipulation: Audi stoppt Auslieferung der Modelle A6 und A7


Verdacht auf Manipulation  

Audi stoppt Auslieferung der Modelle A6 und A7

08.05.2018, 15:31 Uhr | rtr, dpa

Verdacht auf Manipulation: Audi stoppt Auslieferung der Modelle A6 und A7. Das Audi-Forum in Neckarsulm: In Deutschland sind 33.000 Fahrzeuge von dem jüngsten Verdacht betroffen. (Quelle: dpa/Christoph Schmidt)

Das Audi-Forum in Neckarsulm: In Deutschland sind 33.000 Fahrzeuge von dem jüngsten Verdacht betroffen. (Quelle: Christoph Schmidt/dpa)

Audi gerät im Abgasskandal erneut unter Druck. Das Kraftfahrt-Bundesamt untersucht den Verdacht einer weiteren Abschalteinrichtung. Audi stoppt die Auslieferung der Modelle A6 und A7.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ermittelt wegen einer weiteren Betrugssoftware gegen den Autobauer Audi. Die Behörde geht entsprechenden Hinweisen bei einer aktuellen Version des A6 nach, wie das Bundesverkehrsministerium bestätigte: "Das KBA hat eine amtliche Anhörung wegen des Verdachts einer unzulässigen Abschalteinrichtung bei Audi V6-TDI-Fahrzeugen der Modelle A6/A7 eingeleitet."

Audi hatte dem Kraftfahrtbundesamt nach eigenen Angaben "Auffälligkeiten" bei der Dieselmotorsoftware von 60.000 Audi A6 und A7 gemeldet – und die Auslieferung gestoppt. Vorstandschef Rupert Stadler sagte, sein Unternehmen untersuche systematisch alle Motoren. 

Dem Verkehrsministerium zufolge sollen rund 33.000 Dieselautos in Deutschland und weltweit insgesamt rund 60.000 Fahrzeuge betroffen sein. Zuerst hatte "Spiegel Online" darüber berichtet. Demnach soll bei den Fahrzeugen eine Software zum Einsatz kommen, die die Abgasreinigung herunterfährt, sobald das sogenannte AdBlue zur Neige geht. Dabei handelt es sich um Harnstoff, den Katalysatoren brauchen, um Stickoxide aus den Abgasen zu filtern.

Amtlicher Rückruf "äußerst" wahrscheinlich

Allerdings soll AdBlue nicht vom Kunden selbst, sondern erst beim nächsten Servicetermin in der Werkstatt nachgefüllt werden. Deshalb soll Audi die Einspritzung des Harnstoffs in den letzten 2.400 Kilometern, bevor er zur Neige geht, deutlich reduziert haben. Dadurch steigt laut "Spiegel Online" aber der Stickoxid-Ausstoß sprunghaft an.

Wie das Verkehrsministerium mitteilte, wurde die EU-weite Genehmigung für den A6 in Luxemburg erteilt. Das KBA stehe mit den Behörden in Luxemburg in Kontakt. Ein amtlicher Rückruf zumindest in Deutschland sei "äußerst" wahrscheinlich, hieß es. Mittlerweile sei sogar die Produktion des Modells angehalten worden, berichtet "Spiegel Online". 

Erst im Januar hatte Audi zahlreiche Dieselmodelle – darunter auch den A6 – wegen einer anderen Abschalteinrichtung zurückrufen müssen.  Diese Software hatte den Stickoxid-Ausstoß zwar in standardisierten Messverfahren reduziert, nicht aber im Normalbetrieb. Wegen einer entsprechenden Software ermitteln Behörden weltweit gegen zahlreiche Autobauer.

Verwendete Quellen:
  • AFP, dpa

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