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Was der Trump-Entscheid für Airbus bedeutet


Milliardendeal vor dem Aus  

Warum der Trump-Entscheid Airbus schaden könnte

10.05.2018, 05:09 Uhr | dpa, rtr

Was der Trump-Entscheid für Airbus bedeutet. Großauftrag in Gefahr: „Wir untersuchen die Ankündigung sorgfältig und werden die nächsten Schritte prüfen“, sagt ein Airbus-Sprecher über den geplanten US-Ausstieg aus dem Atomabkommen. (Quelle: dpa/Airbus/handout)

Großauftrag in Gefahr: „Wir untersuchen die Ankündigung sorgfältig und werden die nächsten Schritte prüfen“, sagt ein Airbus-Sprecher über den geplanten US-Ausstieg aus dem Atomabkommen. (Quelle: Airbus/handout/dpa)

Trumps Iran-Entscheid – er setzt auch die Flugzeugbauer unter Druck: Airbus und Boeing kämpfen um milliardenschwere Aufträge. Und um ihre Aktionäre.

Der drohende Verlust milliardenschwerer Aufträge setzt Airbus zu. Die Aktien des europäischen Flugzeug-Herstellers gingen auf Sinkflug. Auslöser der Verkäufe war die Aufkündigung des Atom-Abkommens mit Iran durch die USA. Gleichzeitig drohte US-Präsident Donald Trump mit neuen Sanktionen. Die EU will die Sanktionen aber ausgesetzt lassen. Sie dürfte versuchen, die wirtschaftlichen Folgen der US-Sanktionen für den Iran zu begrenzen.

Milliardendeal vor dem Aus

US-Finanzminister Steven Mnuchin kündigte an, Airbus und dem US-Rivalen Boeing die Lizenz zum Verkauf von Passagiermaschinen an Iran zu entziehen. Die beiden Firmen sagten, sie wollten die US-Entscheidung prüfen. Zu möglichen Ausfällen wollten sie sich nicht äußern.

US-Rivale Boeing: Auch der Luft- und Raumfahrtkonzern aus Chicago im US-Bundesstaat Illinois muss durch Trumps Entscheidung harte Einschnitte befürchten. (Quelle: dpa/Boeing)US-Rivale Boeing: Auch der Luft- und Raumfahrtkonzern aus Chicago im US-Bundesstaat Illinois muss durch Trumps Entscheidung harte Einschnitte befürchten. (Quelle: Boeing/dpa)

Damit steht die Bestellung von 200 Fliegern für IranAir mit einem Listenpreis von insgesamt 38,3 Milliarden Dollar auf der Kippe. Die Hälfte dieser Aufträge entfällt auf Airbus. Ein Flugzeug wurde bisher direkt ausgeliefert. Zwei Airbusse seien zudem über Leasingfirmen in den Iran gelangt. Im Orderbuch des Unternehmens verblieben also 97 Airbus-Maschinen.

Erschwerend komme hinzu, dass der europäische Konzern diese Bestellungen bereits in seine Bücher aufgenommen habe, sagte Analyst Richard Aboulafia vom Branchendienst Teal.

Boeing macht sich offenbar keine Sorgen

Laut Boeing-Konzernchef Dennis Muilenburg seien die Verluste gut zu verkraften. Für die vereinbarten Verkäufe an iranische Fluggesellschaften seien ohnehin noch keine Produktionsplätze eingeplant gewesen, sagte Muilenburg am Mittwoch in Washington. Man werde bei Iran-Geschäften der "Führung der US-Regierung" folgen.

Boeing hatte sich mit zwei Fluggesellschaften aus dem Iran auf den Verkauf von insgesamt 110 Jets geeinigt, die nach Listenpreisen einen Wert von mehr als 20 Milliarden Dollar hätten und nach Abzug branchenüblicher Rabatte für Großaufträge wohl knapp zehn Milliarden kosten würden. Die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die Iran-Sanktionen wiederzubeleben, lässt diese Geschäfte nun platzen.

Wegen der hohen Ungewissheit hatte Boeing die Bestellungen aber ohnehin noch nicht im Orderbuch stehen. Gemessen an den vielen Aufträgen, auf denen der US-Konzern sitzt, fallen sie insgesamt auch nicht so stark ins Gewicht. Aktionäre reagierten dennoch erleichtert auf Muilenburgs Aussagen; die Aktie notierte im US-Handel zuletzt zwei Prozent fester. Auch Boeings Rivale Airbus muss nach Trumps Entscheidung um milliardenschwere Iran-Aufträge bangen.

So reagierten die Anleger

An der Börse gehörten die Flugzeugbauer zu den Verlierern des Tages. Airbus-Aktien verloren in Paris ein Prozent. Boeing büßte im vorbörslichen US-Geschäft 0,8 Prozent ein.

Verwendete Quellen:
  • Reuters
  • dpa

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