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Wirtschaft: Japans Wirtschaft schrumpft erstmals seit zwei Jahren


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Japans Wirtschaft schrumpft erstmals seit zwei Jahren

16.05.2018, 13:12 Uhr | dpa-AFX

TOKIO (dpa-AFX) - In Japan ist die längste Aufschwungphase seit Jahrzehnten zu Ende gegangen. In den ersten drei Monaten des Jahres ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt erstmals seit zwei Jahren wieder geschrumpft. Im ersten Quartal sei die Wirtschaftsleistung (BIP) im Quartalsvergleich um 0,2 Prozent geschrumpft, wie die Regierung am Mittwoch in Tokio mitteilte. Experten gehen davon aus, dass der Dämpfer zum Jahresauftakt nur eine Ausnahme war und Japans Wirtschaft in den kommenden Monaten wieder wachsen dürfte.

Japans Wirtschaft war vor dem Rückschlag acht Quartale in Folge gestiegen. Eine so lange Aufschwungphase hat es seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts nicht mehr gegeben. Im Vergleich zu anderen führenden Volkswirtschaften kam es in Japan in den vergangenen Jahren immer wieder zu konjunkturellen Schwankungen.

Auf lange Sicht bewegte sich das japanische Wirtschaftswachstum meist in der Nähe der Nullmarke und rutschte immer wieder in den negativen Bereich. Zuletzt hatte aber eine extrem lockere Geldpolitik der japanischen Notenbank und gezielte Fördermaßnehmen der Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe für einen längeren Aufschwung gesorgt.

"Die Rekord-Wachstumsserie ist gerissen", kommentierte Experte Rudolf Besch von der Dekabank die Konjunkturdaten. Seiner Einschätzung nach war vor allen die Investitionen der Unternehmen in den ersten drei Monaten schwach ausgefallen. Dagegen habe der Außenhandel die japanische Konjunktur gestützt.

Außerdem hat die japanische Regierung das Wirtschaftswachstum Ende 2017 deutlich nach unten revidiert. Demnach war die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal nur im 0,1 Prozent gestiegen und nicht wie zuvor gemeldet um 0,4 Prozent im Quartalsvergleich. Dennoch geht Experte Stefan Große von der NordLB davon aus, dass die Schwächephase zum Jahreswechsel "nur von temporärer Natur ist".

Experte Große begründete seine positive Prognose mit der Entwicklung der japanischen Löhne, die derzeit kräftig steigen. Vor diesem Hintergrund sei mit einem stärkeren Konsum zu rechnen, der die Konjunktur wieder ankurbelt. Allerdings sieht auch der Analyst der NordLB Risiken für die japanische Exportwirtschaft. "Am Außenhandel freilich steht ein großes Fragezeichen, hier könnte der amerikanische Präsident in diesem Jahr noch viel Unheil anrichten", sagte Große.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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