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Wirtschaft: Vierter Stimmungsdämpfer in Eurozonen-Firmen in Folge


Wirtschaft  

Vierter Stimmungsdämpfer in Eurozonen-Firmen in Folge

23.05.2018, 11:03 Uhr | dpa-AFX

LONDON (dpa-AFX) - Die Stimmung der Unternehmen im Euroraum hat sich im Mai überraschend den vierten Monat in Folge eingetrübt. Der vom Markit-Institut erhobene Einkaufsmanagerindex sei um 1,0 Punkte auf 54,1 Punkte gefallen, wie das Institut am Mittwoch in London mitteilte. Der Indexwert rutschte damit auf den tiefsten Stand seit November 2016. Die Daten ließen den Kurs des Euro auf ein neues Jahrestief fallen.

Analysten wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten damit gerechnet, dass sich der an den Finanzmärkten stark beachtete Stimmungsindikator stabilisiert und die Sorgen vor einem Abflauen des Wachstums nachlassen. Vor allem die Daten aus Deutschland enttäuschten. In der größten Volkswirtschaft der Eurozone gab es laut Markit einen Stimmungsdämpfer in der Industrie und im Bereich Dienstleistungen.

In Frankreich zeigte sich ein hingegen kein einheitliches Bild. Während sich die Stimmung der Einkaufsmanager im Bereich Dienstleistungen stärker als erwartet eintrübte, hellte sie sich in der Industrie überraschend auf.

Markit-Chefökonom Chris Williamson sprach von einem enttäuschenden Umfrageergebnis. Seiner Einschätzung nach sei bei der Interpretation der Daten Vorsicht angesagt. Vor allem die im Mai ungewöhnlich hohe Zahl an Feiertagen habe sich negativ ausgewirkt.

Nach wie vor signalisieren die Indexwerte ein Wachstum in der Eurozone, dass nach Einschätzung von Williamson im zweiten Quartal mit 0,4 Prozent solide ausfallen sollte. Allerdings machte der Markit-Experte auch deutlich: "Die zugrunde liegende Wachstumsdynamik hat sich gegenüber Ende letzten Jahres abgekühlt, vor allem bei den Exporten."

Ähnlich kommentierten Volkswirte der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Die Daten seien zwar enttäuschend ausgefallen, hieß es. Insgesamt würden die Indizes aber weiterhin im Expansionsbereich liegen, sodass fortgesetztes Wachstum angezeigt werde.

Nach der Veröffentlichung der Stimmungsdaten kam es zu Kursverlusten beim Euro. Im Vormittagshandel rutschte die Gemeinschaftswährung unter 1,17 US-Dollar und erreichte bei 1,1699 Dollar den tiefsten Stand seit vergangenem November.

^Region/Index Mai Prognose Vormonat

EURORAUM

Gesamt 54,1 55,1 55,1

Verarb. Gew. 55,5 56,1 56,2

Dienste 53,9 54,7 54,7

DEUTSCHLAND

Verarb. Gew. 56,8 57,9 58,1

Dienste 52,1 53,0 53,0

FRANKREICH

Verarb. Gew. 55,1 53,7 53,8

Dienste 54,3 57,2 57,4°

(in Punkten)

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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