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Wirtschaft - Deutsche Anleihen: Deutliche Kursgewinne - Schwache Konjunkturdaten


Wirtschaft  

Deutsche Anleihen: Deutliche Kursgewinne - Schwache Konjunkturdaten

23.05.2018, 13:13 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Mittwoch nach schwachen Konjunkturdaten deutlich gestiegen. Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg bis zum Mittag um 0,38 Prozent auf 159,67 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel um sechs Basispunkte auf 0,50 Prozent.

Die Wirtschaftsaussichten für die Eurozone haben sich deutlich eingetrübt. Die von Markit erhobenen Indikatoren signalisieren sowohl für die Industrie als auch im Dienstleistungssektor im Mai eine Abschwächung der Wachstumsdynamik. Volkswirte hatten insgesamt mit einer Stabilisierung gerechnet. Vor allem die Zahlen aus Deutschland enttäuschten.

"Die heutigen Daten deuten darauf hin, dass das schwächere Wirtschaftswachstum im ersten Quartal, wie von uns vermutet, kein Ausreißer war", kommentierte Commerzbank-Volkswirt Christoph Weil. Die EZB werde sich wohl allmählich Sorgen um die Konjunktur machen. Das Anleihekaufprogramm dürfte zwar im Dezember auslaufen. "Aber eine erste Zinserhöhung wird noch lange auf sich warten lassen", so Weil.

Weiterhin verunsichert die unklare politische Lage in Italien und treibt die Anleger in die als sicher geltenden deutschen Bundesanleihen. Die Rendite zehnjähriger italienischer Anleihen stieg im Gegenzug um 13 Basispunkte auf 2,443 Prozent. Die Ernennung einer Regierung aus der eurokritischen Fünf-Sterne-Bewegung und der rechtspopulistischen Lega lässt weiter auf sich warten. Der Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten, Giuseppe Conte, sorgte mit Unklarheiten in seinem Lebenslauf für Aufregung. Italienische Medien berichteten, dass sich die Entscheidung über einen Regierungsauftrag für Conte in die Länge ziehen könnte.

Deutlich gefallen sich die Renditen britischer Staatsanleihen. Die Inflation in Großbritannien ist im April niedriger als erwartet ausgefallen. Die Verbraucherpreise seien um 2,4 Prozent zum entsprechenden Vorjahresmonat gestiegen, teilte das Statistikamt ONS am Mittwoch in London mit. Dies ist der niedrigste Wert seit März 2017. Die Daten dürften Erwartungen an eine künftige Leitzinserhöhung durch die Bank of England vermindern.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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