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Lufthansa muss WM-Werbespot zurückziehen


Zuschauer verärgert  

Lufthansa muss sich für WM-Werbespot entschuldigen

04.06.2018, 12:36 Uhr | dpa, jwi

Lufthansa muss WM-Werbespot zurückziehen.  (Quelle: Screenshot Lufthansa-Werbespot)

Zwei deutsche Fans stehen vor einer orthodoxen Kirche. Diese steht allerdings in der ukrainischen Hauptstadt Kiew und nicht in Russland, wie im Video behauptet. (Quelle: Screenshot Lufthansa-Werbespot)

Die Lufthansa hat einen Werbespot für Flüge zur Fußball-WM nach Russland zurückgezogen. Grund: Die gezeigten Aufnahmen stammen aus einem anderen Land.

Weil der Werbespot statt in Moskau in der ukrainischen Hauptstadt Kiew gedreht wurde, ist das Video am Wochenende auf allen sozialen Netzwerken gelöscht worden, teilt Lufthansa gegenüber t-online.de mit. Die Fluggesellschaft bestätigt den Sachverhalt und entschuldigt sich: "Wir haben in den ersten Kommentaren gesehen, dass dies in dem konkreten Fall die Gefühle einiger Nutzer verletzt hat. Dies bedauern wir sehr."

Besonders in der Ukraine verbreitete sich der Werbespot der deutschen Fluggesellschaft in den sozialen Netzwerken und sorgte für große Empörung. Mehrere lokale Medien griffen das Video auf und wiesen auf die politische Brisanz hin, eine ukrainische Stadt in Russland zu verorten.

Das war im Video zu sehen

Der humorvolle Clip zeigte zwei deutsche Fußballfans in einem angeblichen Moskau, die für eine Verteidigung des WM-Titels alles genauso machen wollen wie 2014 in Brasilien – einschließlich der Kontakte zur Bevölkerung und des Abhängens am Strand. Als Kulisse dienten aber eine auffällige Kirche und andere Stadtszenen aus Kiew. Die Ukraine und Russland sind verfeindet, seit Russland 2014 die Halbinsel Krim annektiert hat und einen verdeckten Krieg in der Ostukraine führt.

"Der Film wurde aus logistischen Gründen in der Ukraine gedreht", teilt die Lufthansa in Frankfurt mit. Dies sei bei Spiel- und Werbefilmen durchaus üblich. "Es geht darum, welche Vorstellung der Zuschauer von einem Ort hat."

Verwendete Quellen:

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