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Wirtschaft: Volkswagen stoppt Bänder in Wolfsburg tageweise wegen neuer Abgastests


Wirtschaft  

Volkswagen stoppt Bänder in Wolfsburg tageweise wegen neuer Abgastests

06.06.2018, 15:04 Uhr | dpa-AFX

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Der Autobauer Volkswagen sieht sich wegen Problemen bei neuen Abgastestverfahren tageweise zum Produktionsstopp in seinem Stammwerk Wolfsburg gezwungen. "Wir müssen im dritten Quartal mit Ausfällen in der Produktion rechnen", sagte Vorstandschef Herbert Diess am Mittwoch auf einer Betriebsversammlung in Wolfsburg. Die Umstellung auf den neuen Abgastestzyklus WLTP sei ein "Kraftakt". Nach dem Werksurlaub in Wolfsburg würden nur noch Fahrzeuge gebaut, die die neuen Vorgaben erfüllen. "Dennoch werden wir viele Fahrzeuge zwischenzeitig lagern müssen. Damit diese Zahl nicht zu groß wird, müssen wir in Wolfsburg nach dem Werksurlaub bis Ende September Schließtage einplanen", sagte Diess.

Die neue Testprozedur WLTP sei viel komplexer und dauere länger, der gesamte Prüfaufwand sei drei- bis viermal so hoch wie bisher. "Wir müssen allein bei der Marke Volkswagen innerhalb kürzester Zeit über 200 Modellvarianten neu prüfen und zulassen", so Diess. Ab September dürfen Autobauer nur noch Neufahrzeuge verkaufen, die Typgenehmigungen mit dem neuen Testverfahren haben. Bei den Autobauern mangelt es aber unter anderem an Prüfständen für die neuen Tests.

Betriebsratschef Bernd Osterloh mahnte an, dass die Auswirkungen nicht allein die Beschäftigten treffen dürften. "Die Kolleginnen und Kollegen können nichts dafür, wenn dieses Unternehmen über Jahre zu wenig Abgasprüfstände gebaut hat und darum plötzlich mit dem Messen nicht nachkommt", sagte er. Eine Regelung zu den sogenannten Schließtagen in der Produktion solle in den kommenden Tagen mit dem Unternehmen verhandelt werden.

Die deutsche Automobilindustrie hadert schon seit längerem mit den neuen Abgasanforderungen durch den ab September verbindlichen Prüfzyklus WLTP. Dieser soll den Abgasausstoß von Kohlendioxid und Stickoxiden realistischer messen als das bisherige Verfahren NEFZ, unter anderem dank Messungen im realen Fahrbetrieb auf der Straße.

VW hatte bereits mehrfach angedeutet, dass der neue Prüfstandard Probleme machen werde. Unter anderem verwies Finanzchef Frank Witter im März zur Erklärung einer vorsichtigen Gewinnprognose auf mögliche Probleme durch WLTP. Zuletzt hatte VW angekündigt, dass es ab August zu Engpässen kommt, weil einige Modellvarianten vorläufig aus dem Programm genommen werden müssen, weil noch die Typgenehmigungen fehlen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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