Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Nach Affen-Skandal: Cheflobbyist Thomas Steg wieder bei VW


Nach Affen-Abgastests  

Cheflobbyist Thomas Steg "mit sofortiger Wirkung" wieder bei VW

06.06.2018, 18:09 Uhr | dpa-AFX, dpa

Nach Affen-Skandal: Cheflobbyist Thomas Steg wieder bei VW. Thomas Steg (Quelle: dpa/Tim Brakemeier)

Thomas Steg: Nach dem Skandal um Tierversuche mit Affen übernimmt Steg wieder seine Funktion als Leiter der Konzernaußenbeziehungen, teilt Volkswagen mit. (Quelle: Tim Brakemeier/dpa)

Die Empörung war groß nach Dieselabgastests an Affen – während sich Volkswagen gerade abmühte, die "Dieselgate"-Folgen abzuschütteln. Der zwischenzeitlich beurlaubte Cheflobbyist Steg ist nun rehabilitiert. Und eine klare Meinung zu Tierversuchen hat VW auch.

Der Volkswagenkonzern holt seinen nach umstrittenen Abgastests mit Affen beurlaubten Cheflobbyisten Thomas Steg mit sofortiger Wirkung zurück. Steg übernehme damit wieder seine Funktion als Leiter der Konzernaußenbeziehungen, teilt Volkswagen mit. Der Cheflobbyist selbst sagt, er bedaure, die Versuche nicht verhindert zu haben.

"Steg sind keine persönlichen rechtlichen Verfehlungen vorzuwerfen"

Die Sonderprüfung der Konzernrevision sei zu dem Ergebnis gekommen, "dass Thomas Steg keine persönlichen rechtlichen Verfehlungen vorzuwerfen sind", sagt Volkswagenrechtsvorstand Hiltrud Werner. Außerdem hätten sich weder pflichtwidriges Verhalten noch arbeitsrechtliche Verstöße von Mitarbeitern bei den Affenversuchen gezeigt, die die Lobby-Organisation EUGT in Auftrag gegeben habe.

Volkswagen hatte Steg Ende Januar 2018 als Generalbevollmächtigten beurlaubt, nachdem Labortests mit Dieselabgasen an Affen bekannt geworden waren. Der Vorstand hatte das entsprechende Angebot des Leiters der Konzernaußenbeziehungen angenommen. Die Autoindustrie hatte Wissenschaftler eingespannt, um mit der von BMW, Daimler, VW und Bosch gegründeten Lobbyorganisation EUGT (der Europäischen Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor) Gesundheitsgefahren von Dieselabgasen zu verharmlosen. Dazu gab es auch Versuche mit Affen. Die EUGT wurde 2017 aufgelöst.

Steg: "Ich war sicher, mich korrekt verhalten zu haben"

"Ich war sicher, mich arbeits- und dienstrechtlich korrekt verhalten zu haben", erklärt Steg. "Dennoch habe ich mich gefragt, ob ich damals, im Frühjahr 2013, nicht noch mehr hätte unternehmen können, um den Test in den USA zu verhindern. Ich bedaure sehr, dass ich damals nicht anders gehandelt habe und entschuldige mich dafür."

Er habe seine Beurlaubung angeboten, um die Untersuchung "ohne Rücksicht auf Personen" zu ermöglichen. Er sei weder für die Planung noch die Genehmigung der Studie zuständig gewesen. Diese habe Recht und Gesetz entsprochen, sei aber überflüssig gewesen.

Volkswagen: "Wir wollen keinerlei Tierversuche"

"Zu einer guten Unternehmenskultur gehört es auch, dass Mitarbeiter nach vollständiger Aufklärung eines Sachverhalts mit entlastendem Ergebnis voll umfänglich rehabilitiert werden", betont Werner. Die Untersuchung sei schon Ende April abgeschlossen worden, der Vorstand habe aber noch Zeit gebraucht, um den Revisionsbericht auszuwerten.

Werner sagt, die moralische Messlatte in der Bevölkerung sei extrem hoch: "Dem wollen wir gerecht werden." Volkswagen spreche sich gegen Tierversuche aus – es sei denn, sie seien gesetzlich vorgeschrieben. Für die Autoindustrie und Mobilitätsdienstleistungen seien sie verzichtbar: "Wir wollen keinerlei Tierversuche."

Die Arbeit sei aber "noch lange nicht beendet": In der zweiten Jahreshälfte wolle Volkswagen eine unabhängige Überprüfung sämtlicher Versuchs-, Studien- und Forschungsprojekte, an denen das Unternehmen beteiligt sei, abschließen. Dabei geht es den Angaben zufolge um 1.290 Kooperationen mit mehr als 100 Hochschulen und mehr als 60 Forschungsinstituten. "Wir schauen uns die Kooperationen alle an", sagt sie.

Verwendete Quellen:
  • dpa
  • dpa-AFX

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
MagentaZuhause & MagentaTV: viele Verträge, ein Preis
jetzt Highspeed-Streaming
Anzeige
Die neuen Teufel Sound-Superhelden zu Top-Preisen
Heimkino, Portable, Kopfhörer und mehr
Gerry Weberbonprix.deOTTOCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2019