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Wirtschaft - Mit Zuversicht und offenen Augen: Trump reist zu historischem Gipfel


Wirtschaft  

Mit Zuversicht und offenen Augen: Trump reist zu historischem Gipfel

08.06.2018, 17:39 Uhr | dpa-AFX

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump reist mit einer enormen Erwartungshaltung und viel Zuversicht zum historischen Gipfel mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Vor dem hält sich Trump mit dem Gedanken an ein Scheitern nur ganz kurz auf. Ja, er sei auch bereit, das Treffen zu beenden, falls es nicht in die richtige Richtung gehe, bekräftigte er nach einem Besuch von mit Japans Premierminister Shinzo Abe im Weißen Haus. Vor allem aber herrscht in Washington größte Zuversicht. Ein Friedensabkommen mit Nordkorea, nach 65 Jahren Unfrieden? Das sei vermutlich sogar der einfachere Part, sagte Trump.

Nach einem von Trumpschen Provokationen belasteten Zwischenstopp beim Treffen der Staats- und Regierungschefs der G7 in Kanada jettet Trump am Sonntag nach Singapur. Dort wird er jenen Mann treffen, den er noch vor Wochen als "Little Rocket Man" verspottete und dem er "Feuer und Zorn" androhte, sollte er nicht spuren. Trump ging sogar soweit, dass er eine Einladung für Kim zu einem Besuch ins Weiße Haus nicht mehr ausschließt, sollte der Singapur-Gipfel positiv verlaufen. "Vielleicht fangen wir mit dem Weißen Haus an", sagte Trump auf die Frage, ob er Kim sogar in sein Privatdomizil Mar-a-Lago in Florida bitten könnte.

In Singapur will Trump für die atomare Abrüstung auf der koreanischen Halbinsel werben. Sein Außenminister Mike Pompeo machte am Donnerstag noch einmal deutlich, dass sich die USA nicht mit Halbheiten zufrieden geben werden. "Die Vereinigten Staaten haben ein um das andere Mal sehr klar gesagt, dass die völlige, nachprüfbare und unumkehrbare Denuklearisierung (atomare Abrüstung) der koreanischen Halbinsel das einzige Ergebnis sein kann, das wir akzeptieren können."

Trump ist klar, dass dies nicht auf die Schnelle zu erreichen ist. Er geht davon aus, dass es mehrere Treffen mit Kim brauchen könnte, um das Ziel zu erreichen. Außenminister Pompeo erklärte, am Ende solle - anders als etwa beim Iran-Deal - ein vollwertiger Vertrag stehen, der dann auch vom US-Kongress gebilligt werden könne.

Statt von "atomarer Abrüstung" sprechen die USA sowie Süd- und Nordkorea von einer "Denuklearisierung". Das ist ein bewusst gewählter, schwammiger Begriff, der Diplomaten Spielraum in Verhandlungen lässt. In der innerkoreanischen Gipfelerklärung vom 27. April ist beispielsweise vage vom Ziel einer "atomwaffenfreien Halbinsel durch komplette Denuklearisierung" die Rede.

Die USA wollen eine "vollständige, überprüfbare und unumkehrbare Denuklearisierung" Nordkoreas - und das möglichst schnell. Nordkorea will aber nicht einseitig seine Atomwaffen aufgeben. Strittig ist auch der Umfang der nuklearen Abrüstung, ob beispielsweise außer atomaren Sprengköpfen auch Atomanlagen wie zur Urananreicherung beseitigt werden oder die USA ihre Streitkräfte aus Südkorea abziehen und ihre Fähigkeiten zu einem nuklearen Gegenschlag aufgeben sollen. Ein ganz heikles Thema sind Überprüfung und unangemeldete Kontrollen vor Ort in Nordkorea.

Schneller könnte es nach Trumps Auffassung etwa mit einem Friedensabkommen werden, das formal den Korea-Krieg von 1950 bis 1953 beenden würde. Ein Friedensvertrag, aber auch die Aufnahme von diplomatischen Beziehungen mit den USA stehen auf der politischen Agenda des international isolierten Nordkoreas.

"Ja, wir können absolut eine Vereinbarung unterzeichnen", sagte Trump auf die Frage, ob es zu einem Friedensabkommen kommen könnte. "Vermutlich ist das der einfachere Part", fügte er hinzu. Allerdings halten Experten einen komplexen Friedensvertrag nicht für möglich. Wahrscheinlicher erscheint eine lose Vereinbarung, in der sich beide Seiten den Verzicht auf feindliche Handlungen versichern könnten.

Trump will mit Kim zudem - auf Bitten Japans - über die Rückkehr von nach Nordkorea verschleppten Japanern verhandeln. Einst waren diese an der Ausreise aus Nordkorea gehindert worden, weil sie nordkoreanischen Agenten helfen sollten, sich als Japaner auszugeben. In einigen Fällen leben sie nun seit Jahrzehnten zwangsweise in Nordkorea. "Die Zeit läuft ab", sagte Japans Regierungschef Shinzo Abe, vor allem für die Eltern, die ihre einst verschleppten Kinder noch einmal sehen wollen. Er berichtete von einer Frau, die als 13-Jährige nach dem Badminton-Training entführt wurde - das war vor 41 Jahren. Nach nordkoreanischen Angaben starb sie 2004 an den Folgen einer Depression - eine Tochter lebt aber noch immer in Nordkorea.

Hinsichtlich der Verhandlungsaussichten gaben sich Trump und auch Außenminister Pompeo äußerst optimistisch. "Wir haben das Potenzial, etwas Unglaubliches für die Welt zu schaffen. Und es ist mir eine Ehre, daran beteiligt zu sein", sagte Trump. Pompeo erklärte, Kim habe ihm persönlich bei seinen Besuchen in Pjöngjang die Bereitschaft zur atomaren Abrüstung signalisiert. Auch Japans Premierminister Shinzo Abe gab sich zuversichtlich: "Dies wird ein dramatischer Moment des Wandels", sagte er. Er hoffe auf mehr Frieden und Stabilität in der Region. Trump sei sehr zuversichtlich, er gehe in das Treffen aber auch "mit weit geöffneten Augen", sagte Pompeo.

Die Chemie zwischen Trump und Kim scheint den Beteuerungen des US-Präsidenten zufolge gut zu sein. Kim habe ihm einen "sehr warmherzigen" Brief geschrieben, sagte Trump. Der US-Präsident erklärte wiederholt, er wolle ein persönliches Verhältnis zu Kim aufbauen. "Es geht um die Grundhaltung. Es geht um die Bereitschaft, Dinge erledigen zu wollen", sagte Trump.

Dazu gehören für Nordkorea auch Sicherheiten. Das wirtschaftlich geplagte und von den internationalen Sanktionen stark in Mitleidenschaft gezogene Land könnte aufblühen, versprach Trump. Jedoch will er für etwaige Wirtschaftshilfe vor allem die regionalen Partner wie Südkorea, Japan und auch China in die Pflicht nehmen. "Ich weiß, dass Premierminister Abe und Präsident Moon mir erklärt haben, sie wollen ihnen massiv wirtschaftlich helfen", sagte Trump. "Ich denke China wird auch helfen." Die USA selbst seien jedoch "sehr weit weg."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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