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Wirtschaft: Ölpreise deutliche Kursverluste - Iran exportiert weniger Öl


Wirtschaft  

Ölpreise deutliche Kursverluste - Iran exportiert weniger Öl

15.06.2018, 17:37 Uhr | dpa-AFX

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Freitag im Nachmittagshandel ihre Kursverluste deutlich ausgeweitet. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 73,66 US-Dollar. Das waren 2,27 Dollar weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juli fiel um 1,81 Dollar auf 65,06 Dollar.

Marktbeobachter erklärten die fallenden Preise mit Meldungen über die Öllieferungen aus dem Iran. Das wichtige Förderland ist nach der Ankündigung neuer Sanktionen durch US-Präsident Donald Trump unter Druck geraten. Die Nachrichtenagentur Bloomberg meldete zuletzt einen spürbaren Rückgang der iranischen Ölexporte in den ersten beiden Juniwochen.

Demnach habe es bei Rohöl und bei Kondensaten, einem flüssigen und leicht brennbaren Erdölprodukt, einen Rückgang um 16 Prozent auf 2,114 Millionen Barrel pro Tag gegeben. Bloomberg berief sich bei dieser Information auf eigene Berechnungen. Zuvor hatte mehrfach die Sorge vor Exportausfällen im Iran die Ölpreise zum Teil stark belastet.

Darüber hinaus blicken die Anleger gespannt auf ein Treffen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) in der kommende Woche. Am 22. Juni beraten in Wien die Mitgliedstaaten des Kartells gemeinsam mit anderen wichtigen Förderländern wie zum Beispiel Russland über ihre Anfang 2017 installierte Fördergrenze. Unter Fachleuten wird das neue Gesprächsformat mittlerweile als "Opec+" bezeichnet.

Saudi-Arabien als mächtigstes Mitglied tritt für eine Lockerung der Grenze ein, ebenso das Nicht-Opec-Land Russland. Die Opec-Staaten Irak, Iran und Venezuela sprechen sich dagegen für eine Beibehaltung der Förderbeschränkung aus.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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