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Tesla-Chef Elon Musk kämpft offenbar mit Sabotage seiner Mitarbeiter


E-Mails aufgetaucht  

Tesla-Chef Musk kämpft offenbar mit Sabotage

19.06.2018, 08:23 Uhr | dpa

Tesla-Chef Elon Musk kämpft offenbar mit Sabotage seiner Mitarbeiter. Tech-Unternehmer Elon Musk: Tesla kämpft intern offenbar mit Sabotage – das berichtet ein US-Sender unter Berufung auf interne Emails des Firmenchefs. (Quelle: AP/dpa/Ringo H.W. Chiu)

Tech-Unternehmer Elon Musk: Tesla kämpft intern offenbar mit Sabotage – das berichtet ein US-Sender unter Berufung auf interne E-Mails des Firmenchefs. (Quelle: Ringo H.W. Chiu/AP/dpa)

Dem Elektrobauer Tesla machen laut internen E-Mails Widersacher im eigenen Hause zu schaffen. Ein Mitarbeiter habe Produktionssysteme sabotiert – das ist möglicherweise nicht alles.

Neben dem holprigen Produktionsstart des Hoffnungsträgers Model 3 macht dem Elektroautobauer Tesla laut Firmenchef Elon Musk nun auch noch etwas anderes zu schaffen. Ein Mitarbeiter habe "umfassende und schädliche Sabotage" begangen, schrieb Musk den Tesla-Angestellten am Sonntagabend in einer E-Mail, die der US-Sender CNBC veröffentlichte. Das volle Ausmaß sei noch nicht klar, doch was der Mitarbeiter bislang zugegeben habe, sei schon "ziemlich schlecht". Ein offizielles Statement des Unternehmens gab es zunächst nicht.

Der Angestellte hat laut Musk unter falschen Nutzernamen direkte Änderungen an Teslas Produktionssystem vorgenommen und große Mengen hochsensibler Daten an Dritte herausgegeben. Sein Motiv sei eine gewünschte Beförderung gewesen, die ihm versagt wurde. Es könnte aber noch weit mehr dahinter stecken, deshalb werde die Untersuchung diese Woche in aller Tiefe fortgeführt. "Wie Ihr wisst, gibt es eine lange Liste von Organisationen, die wollen, dass Tesla stirbt", warnte Musk die Mitarbeiter mit Verweis auf die Öl- und Gasindustrie sowie auf Wall-Street-Spekulanten, die gegen die Aktie der Firma wetten.

In einer zweiten, ebenfalls von CNBC veröffentlichten E-Mail offenbarte Musk, dass die Produktion des Model 3 durch einen Brand gestört wurde. "Letzte Nacht hatten wir einen weiteren merkwürdigen Zwischenfall, der schwer zu erklären ist", heißt es darin. Es sei zu "einem kleinen Feuer" gekommen, durch das der Karosseriebau für einige Stunden gestoppt werden musste. Auch hier deutete Musk einen Sabotageakt an. Es könne sich zwar durchaus um Zufall handeln, doch: "Nur die Paranoiden überleben". Die Mitarbeiter sollten auf alles achten, das "nicht im besten Interesse unseres Unternehmens ist".

Tesla kämpft indes weiter mit Anlaufproblemen bei der Massenfertigung seines ersten günstigeren E-Autos, dem Model 3. Musks Firma liegt bereits ein halbes Jahr hinter ihrem ursprünglichen Zeitplan und will die Marke von 5.000 Fahrzeugen pro Woche nun bis Ende Juni erreichen. 2019 soll das Auto in Europa verfügbar sein. Am Freitag gratulierte Musk den Mitarbeitern zwar zu den bereits gemachten Fortschritten, forderte aber zugleich "radikale Verbesserungen".

Vor rund zwei Wochen hatte sich der Tesla-Chef beim Aktionärstreffen optimistisch für das Erreichen des Ziels gezeigt und die wöchentliche Produktionsrate mit rund 3.500 Model 3 angegeben. Kurz darauf kündigte Musk in einer internen E-Mail an, fast jeden zehnten Mitarbeiter zu entlassen. 

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