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Wirtschaft - Aktien Frankfurt: Eskalierender Handelsstreit setzt Dax deutlich unter Druck

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Wirtschaft  

Aktien Frankfurt: Eskalierender Handelsstreit setzt Dax deutlich unter Druck

19.06.2018, 14:40 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wegen des allmählich eskalierenden Handelsstreits zwischen den USA und China hat sich am Dienstag der jüngste Abwärtstrend im Dax beschleunigt. Der Konflikt belastet die Börsen weltweit. In Asien gab es deutliche Verluste, und auch die Wall Street wird laut aktueller Indikation zum Handelsstart wohl erneut Federn lassen.

Nachdem der deutsche Leitindex zeitweise unter die Marke von 12 600 Punkten gerutscht war, stand er am Nachmittag bei 12 664,47 Punkten noch 1,32 Prozent tiefer. Damit bewegt er sich auch wieder klar unter der Durchschnittslinie der vergangenen 200 Tage, die als Indikator für den längerfristigen Trend gilt.

Noch am vergangenen Freitag hatte das Barometer in der Spitze bei 13 170 Punkten notiert. Die Angst vor einem Handelskrieg zerstöre die Hoffnung auf eine Sommerrally im Dax, sagte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets.

Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es am Dienstag zuletzt um 0,96 Prozent runter auf 26 488,52 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax fiel um 1,41 Prozent auf 2809,07 Zähler. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone verlor 1,20 Prozent auf 3425,04 Punkte.

US-Präsident Donald Trump drohte nun China mit weiteren Strafzöllen auf Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar (172,3 Mrd Euro). Daraufhin gingen am Dienstag die asiatischen Börsen auf Talfahrt.

"Es bekriegen sich hier die beiden Lokomotiven der Weltwirtschaft", schrieb Experte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners in einem Marktkommentar. Er befürchtet gar eine Rezession für die Weltwirtschaft. Investoren verkauften risikoreiche Aktien und kauften sichere Staatsanleihen und krisenfeste Währungen, so Altmann.

Wegen der internationalen Gefahren bewerten mittlerweile führende Wirtschaftsforschungsinstitute die Aussichten für Deutschland deutlich skeptischer. So senkten das Münchner Ifo Institut und das Essener RWI ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum mit Verweis auf die US-Handelspolitik und den Brexit deutlich.

Im europäischen Stoxx-600-Branchentableau litten die konjunkturabhängigen Sektoren der Rohstoff-, Technologie-, Industriegüter- und Automobilwerte besonders unter dem allmählich eskalierenden Handelskonflikt. Im Dax verloren die Anteile von Thyssenkrupp 1,8 Prozent. Infineon fielen um rund 2 Prozent.

Volkswagen büßten als größter Verlierer 2,6 Prozent ein. Auf die Meldung, dass der seit Montag inhaftierte Audi -Vorstandschef Rupert Stadler vom Aufsichtsrat beurlaubt wird und Vertriebsvorstand Bram Schot vorläufig den Chefposten bei der Volkswagen-Marke übernehmen soll, hatten die Volkswagen-Vorzüge aber nicht reagiert.

Bester Dax-Wert mit einem Plus von einem halben Prozent waren die Aktien von Beiersdorf . Ihnen kam eine Hochstufung durch die US-Bank JPMorgan von "Underweight" auf "Neutral" zugute. Analystin Celine Pannuti sieht beim Hamburger Konsumgüterhersteller noch Spielraum für die Umsatzerwartungen.

Im MDax brachen die Papiere von Ceconomy angesichts einer vom Elektronikhändler erwogenen Kapitalerhöhung um fast 12 Prozent ein. Der Mutterkonzern von Media Markt und Saturn will sich für die Neuordnung des verlustreichen Russland-Geschäfts frisches Kapital besorgen. Unter Druck mit einem Minus von mehr als 2 Prozent gerieten auch die K+S-Anteile. Hier sorgten Produktionsprobleme im kanadischen Kaliwerk Bethune für Ungemach.

Für Lichtblicke sorgten im MDax indes die Anteile des Verpackungsspezialisten Gerresheimer und des Medienkonzerns Axel Springer mit plus 5 beziehungsweise plus 2 Prozent. Bei beiden gaben positive Analystenkommentare Auftrieb.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,24 Prozent am Vortag auf 0,20 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,20 Prozent auf 141,31 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,40 Prozent auf 161,76 Punkte. Der Euro rutschte deutlich unter 1,16 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montag auf 1,1613 (Freitag: 1,1596) Dollar festgesetzt./ajx/jha/

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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