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Wirtschaft - Aktien Frankfurt: Gewinnwarnung von Osram verschreckt Anleger


Wirtschaft  

Aktien Frankfurt: Gewinnwarnung von Osram verschreckt Anleger

28.06.2018, 14:46 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine Gewinnwarnung von Osram hat am Donnerstag den deutschen Aktienmarkt belastet. Der Dax verlor am frühen Nachmittag 1,38 Prozent auf 12 178,51 Punkte. Der Lichtspezialist begründete die düstere Prognose für das laufende Jahr vor allem mit Problemen der Autobranche. Das drückte wiederum stark auf die Kurse der Autohersteller und ihrer Zulieferer.

Papiere von Osram brachen um mehr als 15 Prozent ein auf den niedrigsten Stand seit Januar 2016. Damit hat sich der Kurs allein seit Jahresbeginn mehr als halbiert. Der Gewinn der Münchener wird in diesem Jahr wohl nur noch etwa halb so hoch ausfallen wie bisher gedacht. Das Unternehmen verwies auf "Planungsrisiken bei Automobilherstellern".

Die Hiobsbotschaften belasteten die gesamte Branche: So verloren im Dax die Papiere von Infineon , Continental , Volkswagen , Thyssenkrupp und BMW zwischen 1,3 und 5 Prozent. Im MDax verloren Branchenwerte wie Hella, Leoni, Dürr und Schaeffler zwischen 4 und 6 Prozent. Schaeffler fielen auf den niedrigsten Kurs seit dem Börsengang im Herbst 2015.

Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,91 Prozent auf 3366,26 Zähler. Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es um 1,16 Prozent abwärts auf 25 663,25 Punkte. Der TecDax sank um 1,92 Prozent auf 2668,77 Punkte.

Zum globalen Handelskonflikt gab es zuletzt widersprüchliche Signale. Am Vortag hatte die Nachricht, dass US-Präsident Donald Trump vorerst auf ein hartes Durchgreifen gegen chinesische Investitionen in US-Technologie verzichtet, die Kurse noch steigen lassen. Anschließend sorgten jedoch Aussagen aus Trumps Umfeld wieder für Ungewissheit über den Kurs der US-Regierung.

Für Zurückhaltung an den Börsen dürfte auch der EU-Gipfel in Brüssel sorgen. Dort steht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Asylpolitik unter Erfolgsdruck. Bis zum Wochenende will sie eine europäische Lösung präsentieren, die Innenminister Horst Seehofer (CSU) von einem nationalen Alleingang in der Asylfrage abhalten soll. Ein solcher könnte den Bruch des Unions-Bündnisses und damit ein Ende der Koalition bedeuten.

Vorsicht übten Anleger erneut bei Bankaktien, Titel der Deutschen Bank gaben um 0,2 Prozent leicht nach. Sie waren am Mittwoch auf ein Rekordtief gefallen. An diesem Donnerstag veröffentlicht die US-Notenbank Fed am Abend den zweiten Teil ihres Stresstestes für die Bankenbranche.

Der Spezialchemiehersteller Covestro will aus dem operativen Geschäft mehr freie Mittel erwirtschaften als ursprünglich in Aussicht gestellt. Für den Kurs ging es dennoch um 1,6 Prozent nach unten.

Puma-Aktien profitierten von einem auf 600 Euro erhöhten Kursziel der US-Investmentbank Goldman Sachs. Das neue Kursziel räumt den Papieren fast 30 Prozent Aufwärtspotenzial ein. Sie legten um knapp 3 Prozent auf 483,50 Euro zu und setzten sich an die Spitze des MDax.

Nach dem historisch frühen Aus der deutschen Fußballer bei der WM in Russland gaben Aktien ihres offiziellen Ausrüsters Adidas um 2,3 Prozent nach. Am Abend veröffentlicht zudem der Kontrahent Nike Ergebnisse für das vierte Geschäftsquartal.

Bei den Nebenwerten nahmen Anleger bei Isra Vision Kursgewinne mit. Die Papiere des Industrie-Ausrüsters büßten fast 14 Prozent ein, nachdem sie sich allein seit Anfang April fast verdoppelt hatten.

Am Rentenmarkt lag die Umlaufrendite unverändert bei 0,16 Prozent. Der Rentenindex Rex gab um 0,01 Prozent auf 141,50 Punkte minimal nach. Der Bund-Future legte um 0,12 Prozent auf 162,63 Punkte zu. Der Eurokurs stieg leicht, zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1579 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mitwoch auf 1,1616 Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8609 Euro gekostet./bek/jha/

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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