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Thyssenkrupp will Stahlfusion besiegeln


Hoffen auf Befreiungsschlag  

Thyssenkrupp will Stahlfusion besiegeln

29.06.2018, 10:04 Uhr | dpa-AFX, hs

Thyssenkrupp will Stahlfusion besiegeln. Stahlproduktion bei Thyssenkrupp: Mit der geplanten Fusion richtet der Konzern seine Stahlsparte neu aus. (Quelle: picture alliance/Ulrich Baumgarten)

Stahlproduktion bei Thyssenkrupp: Mit der geplanten Fusion richtet der Konzern seine Stahlsparte neu aus. (Quelle: picture alliance/Ulrich Baumgarten)

Der Stahlgigant ThyssenkruppTHYSSENKRUPP AG O.N. Aktie hat sich mit Tata auf eine Fusion der Stahlsparten geeinigt. Nach zwei Jahren Verhandlung muss jetzt nur noch der Aufsichtsrat dem Deal zustimmen.

Am Freitag will der Essener Industriekonzern Thyssenkrupp die geplante Stahlfusion mit dem Konkurrenten Tata besiegeln. Am Nachmittag treffe sich der Aufsichtsrat, kündigte das Unternehmen an. Im Anschluss wolle der Konzern zudem eine neue Strategie für den Industriegüterkonzern vorlegen.

Anteilseigner wie der schwedische Großaktionär Cevian hatten zuletzt mit Nachdruck eine Neuausrichtung gefordert, die Konzernchef Heinrich Hiesinger zunächst für den Mai 2018 angekündigt hatte.


Aktionäre hoffen auf Befreiungsschlag

"Man hat jetzt die Chance, zum großen Wurf anzusetzen", sagt Thomas Hechtfischer von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpaperbesitz (DSW). Die Aktionäre hofften nun auf einen "Befreiungsschlag". Sollte die Stahlfusion nach mehr als zwei Jahre andauernden Verhandlungen in letzter Sekunde noch scheitern, würde es schwieriger werden für Thyssenkrupp, sagt Hechtfischer.

Stahlproduktion bei Thyssenkrupp: Die Stahlsparte hat sich zuletzt günstiger entwickelt als erwartet. (Quelle: picture alliance/Ulrich Baumgarten)Stahlproduktion bei Thyssenkrupp: Die Stahlsparte hat sich zuletzt günstiger entwickelt als erwartet. (Quelle: picture alliance/Ulrich Baumgarten)

Nach einem Bericht des "Handelsblatts" sollen sich die Unterhändler nach intensiven Verhandlungen auf den Zusammenschluss der europäischen Stahlsparten geeinigt haben. Thyssenkrupp hatte zuletzt mehrfach in Aussicht gestellt, den Zusammenschluss noch bis Ende Juni besiegeln zu wollen.

Gewerkschaft und Betriebsrat signalisieren Zustimmung

Am Freitag sollen die Pläne dem Aufsichtsrat des Konzerns vorgelegt werden. Nach Informationen der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" sollen IG Metall und Betriebsrat bereits Zustimmung signalisiert haben.

Zuletzt sei insbesondere die Bewertung der Stahlsparte von Thyssenkrupp strittig gewesen, die sich deutlich besser entwickelt habe als das Europageschäft von Tata. Dafür habe man aber eine Lösung gefunden, heißt es. Nach Protesten der Belegschaft habe man mit den Arbeitnehmervertretern für den Fall einer Fusion langfristige Beschäftigungs- und Standortgarantien vereinbart.

Verwendete Quellen:
  • dpa-AFX

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