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CATL soll deutsche Batteriezellen für BMW liefern

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Chinesischer Hersteller  

CATL soll deutsche Batteriezellen für BMW liefern

09.07.2018, 16:32 Uhr | AFP, dpa

CATL soll deutsche Batteriezellen für BMW liefern . Ein Mitarbeiter der Deutschen ACCUmotive - eine Daimler-Tochter - arbeitet an einer Zelle für eine Smart III-Batterie E18-1/W451.  (Quelle: dpa/Arno Burgi)

Fertigung von High-Tech-Batterien: Batterien machen gut ein Drittel der Wertschöpfung eines E-Autos aus. (Quelle: Arno Burgi/dpa)

Einige BMWs werden in Zukunft mit Batteriezellen aus Erfurt fahren. Der BMW-Partner CATL hat sich entschieden, die Zellen im Wert von 4 Milliarden Euro aus Thüringen und China zu beziehen.

Der Münchner Autohersteller BMW hat einen Auftrag über vier Milliarden Euro zur Lieferung von Akkuzellen an den chinesischen Batteriekonzern CATL vergeben. Davon sollten Batteriezellen im Wert von 1,5 Milliarden Euro aus der in Erfurt geplanten neuen Batteriezellenfabrik kommen, sagte BMW-Einkaufsvorstand Markus Duesmann in München vor Journalisten. 2,5 Milliarden Euro des langfristigen Vertrages seien für Batteriezellen aus China.

BMW ist damit der erste Kunde des neuen Werks in Thüringen, hieß es. Ab 2021 sollten die Zellen für den BMW iNext aus Erfurt kommen, sagte Duesmann. BMW sei "ein bisschen stolz" darauf, dass sich sein Partner CATL für einen Standort in Deutschland entschieden habe. "Natürlich ist das ein starkes Bekenntnis zum Standort Deutschland, unserer Heimat." Durch die Ansiedlung gebe es auch einen Know-How-Zufluss. "Das Know-How ist in Europa bisher nicht da gewesen", sagte Duesmann.

"Solche Schlüsselindustrien dürfen wir nicht aufgeben"

Damit reagiert die Branche auch auf die Aufforderung der deutschen Kanzlerin: "Kann es gut gehen, wenn wir als ein Kontinent, der Autos herstellt, die Batteriezellen aus Asien kaufen?", fragte Angela Merkel vor dem Besuch von Chinas Premier Li Keqiang in Berlin. Und gab gleich selbst die Antwort: "Solche Schlüsselindustrien dürfen wir nicht aufgeben." Nun will also ein chinesischer Batteriehersteller in Deutschland produzieren.

Der Markt für Batteriezellen ist klar aufgeteilt. Autobauer wie VW, Daimler und BMW kaufen Zellen in Asien und bauen diese dann selbst zu großen Akkus für ihre Elektroautos zusammen. Panasonic in Japan, LG, Samsung und SK in Korea, CATL und BYD in China – der Markt sei "eher ein Oligopol mit höchstens zehn dominierenden Anbietern", sagt Branchenexperte Jörn Neuhausen von der Beratung PwC. Immerhin: "Aktuell gibt es genug Wettbewerb, und alle Autohersteller kaufen ihre Zellen bei mehreren Herstellern ein, damit kein Monopol entsteht."

"Das ist unsere Angst"

Trotzdem stellt sich die Frage, ob die Versorgung mit Zellen auch in Zukunft gesichert ist. Denn die Nachfrage steigt. "Wer wird als erster beliefert, wenn die Stückzahlen gewaltig hochgehen sollten?", fragte deswegen der bayerische IG-Metall-Chef und BMW-Aufsichtsrat Jürgen Wechsler. Die Produzenten könnten eines Tages verkünden, sie lieferten jetzt keine einzelnen Zellen mehr, die Autobauer bekämen nur noch fertige Batteriepakete. "Das ist unsere Angst." Eine chinesische Zellfabrik in Thüringen sei gut, aber die deutsche Industrie müsse selbst produzieren.

BMW kündigte nun auch an, dass der Konzern sowohl CATL als auch seinen zweiten Batteriezell-Lieferanten SDI Samsung ab 2020 selbst direkt mit dem Rohstoff Kobalt beliefern werde. BMW kaufe das Kobalt ein und stelle es dann zur Verfügung, sagte BMW-Vorstandsmitglied Duesmann. Woher BMW sein Kobalt beziehen werde, wollte er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Es werde aber nicht aus dem Kongo kommen. Der Kobalt-Abbau ist dort wegen Kinderarbeit und miserabler Arbeitsbedingungen in der Kritik.

Verwendete Quellen:
  • AFP, dpa

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