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Handelskrieg mit den USA: Berlin will Standort für Harley-Davidson werden

Handelskrieg mit den USA  

Berlin will Standort für Harley-Davidson werden

13.07.2018, 19:07 Uhr | AFP

Handelskrieg mit den USA: Berlin will Standort für Harley-Davidson werden. Harley-Davidson-Motorrad: Das US-Unternehmen sucht nach einem neuen Standort für seine Produktion. (Quelle: dpa/Georg Wendt)

Harley-Davidson-Motorrad: Das US-Unternehmen sucht nach einem neuen Standort für seine Produktion. (Quelle: Georg Wendt/dpa)

Die deutsche Hauptstadt wirbt um den Motorradbauer Harley-Davidson. Denn durch die EU-Strafzölle wird Deutschland für US-Unternehmen zunehmend interessanter.

Berlin bewirbt sich als Produktionsstandort für den US-Motorradhersteller Harley-Davidson. Stefan Franzke, Chef der landeseigenen Wirtschaftsförderagentur Berlin Partner, sagte dem "Tagesspiegel", er habe einen entsprechenden Brief an Harley-Davidson-Chef Matthew Levatich nach Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin geschickt. Er wolle die Aufmerksamkeit gern auf den "dynamischen Wirtschaftsstandort Berlin", einen "Hotspot mitten im Herzen der Europäischen Union" lenken, schrieb Franzke.


Harley-Davidson hatte Ende Juni angekündigt, wegen der EU-Strafzölle einen Teil seiner Produktion in andere Länder zu verlagern. Dafür war das Unternehmen scharf von US-Präsident Donald Trump kritisiert worden.

"Internationale und aufgeschlossene Stadt"

Der Chef der Berliner Wirtschaftsförderagentur schrieb dem Unternehmen laut "Tagesspiegel", Berlin sei eine internationale und aufgeschlossene Stadt, die hochqualifizierte Talente aus aller Welt anziehe. Zudem werde es den Harley-Chef vielleicht interessieren, dass auch BMW-Motorräder seit Jahrzehnten untrennbar mit Berlin verbunden seien.

Auf Nachfrage, ob er auch anderen neuerdings mit Zöllen belegten US-Firmen, etwa dem Jeanshersteller Levi Strauss, geschrieben habe, sagte Franzke der Zeitung: "Nein, aber nur, weil uns keine konkreten Umzugspläne von Levi's bekannt sind." Sollte sich das ändern, werde er auch den Jeanshersteller anschreiben – sowie jedes andere US-Unternehmen, das sich dazu entscheide, "seine Firmenpolitik nicht Populismus und Abschottung zu unterwerfen." Auf Anfrage des "Tagesspiegel" antwortete Harley-Davidson vorerst nicht.

Verwendete Quellen:
  • AFP

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