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Wirtschaft - Aktien Frankfurt: Moderate Gewinne - Deutsche Bank springen nach Zahlen an


Wirtschaft  

Aktien Frankfurt: Moderate Gewinne - Deutsche Bank springen nach Zahlen an

16.07.2018, 12:00 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt ist mit moderaten Gewinnen in die neue Woche gestartet. Für ein positives Ausrufezeichen sorgte am Montag die Deutsche Bank, die für das zweite Quartal einen überraschend hohen Gewinn erwartet.

Der deutsche Leitindex Dax stand nach einem verhaltenen Start zuletzt 0,22 Prozent höher bei 12 568,58 Punkten. Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es um 0,26 Prozent auf 26 482,06 Punkte nach oben. Der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,30 Prozent auf 2832,13 Zähler. Der EuroStoxx 50 lag ebenfalls leicht im Plus.

Zu Wochenbeginn halten die Anleger das Gipfeltreffen der Präsidenten Russlands und der USA im Blick. Die Staatschefs Wladimir Putin und Donald Trump wollen in Helsinki über das Verhältnis der beiden größten Atommächte sprechen, das so gespannt ist wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Impulse für die Finanzmärkte könnten von der gemeinsamen Pressekonferenz nach dem Treffen der beiden Politiker ausgehen, schrieb Marktanalyst Michael van Dulken vom Handelshaus Accendo Markets.

Derweil machten die ersten guten Nachrichten aus der laufenden Berichtssaison Hoffnung darauf, dass der Handelskonflikt zwischen der USA und dem Rest der Welt noch keine so tiefen Spuren in den Bilanzen der Unternehmen hinterlassen hat und auch die Prognosen für die Zukunft weiter optimistisch bleiben, schrieb Analyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Das sei das Fundament, das die Börsen jetzt stütze.

An der Dax-Spitze schnellten die Anteilsscheine der Deutschen Bank um gut 9 Prozent in die Höhe und schafften damit wieder den Sprung über die runde Marke von 10 Euro, die sich vor wenigen Tagen noch als hohe Hürde erwiesen hatte. Ein Händler lobte sowohl die für das zweite Quartal 2018 veröffentlichen Gewinnkennziffern, die deutlich über den Erwartungen lägen, als auch eine unerwartet hohe Kernkapitalquote. "Bei dem Zahlenwerk ist kein Haar in der Suppe zu finden", meinte der Börsianer.

Zudem diente ein verbessertes Quartalsergebnis als ein Hoffnungsschimmer für die leidgeplagten Aktionäre von Dialog Semiconductor. Die Papiere des Chipkonzerns gewannen fast 4 Prozent. Laut Analyst Günther Hollfelder von der Baader Bank überraschte Dialog in puncto Rentabilität und Umsatz positiv.

Höhere Kosten sowie negative Währungseffekte hingegen belasteten das Ergebnis von Drägerwerk. Der Hersteller von Medizin- und Sicherheitstechnik bestätigte dennoch seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Ein Händler sprach gleichwohl von der "nächsten Enttäuschung". Die Anteilsscheine büßten am TecDax-Ende rund 2 Prozent ein.

Der unangefochtene Spitzenreiter im Kleinwerteindex SDax waren die Papiere von VTG mit einem Plus von gut 14 Prozent auf 55 Euro. Der Infrastrukturfonds der Investmentbank Morgan Stanley will das Schienenlogistik- und Waggonvermietunternehmen komplett übernehmen. Warwick bietet den VTG-Aktionären je Aktie 53 Euro in bar. Vor dem Hintergrund zumindest in Deutschland verbesserter Rahmenbedingungen und der ökologischen Herausforderungen im Straßenverkehr hält es Analyst Adrian Pehl von der Commerzbank für möglich, dass einige Investoren einen höheren Preis als die gebotenen 53 Euro je Aktie fordern könnten.

Die ebenfalls im SDax gelisteten Anteilsscheine des Lkw-Zulieferers SAF-Holland waren zunächst um fast 6 Prozent abgesackt, bevor sie sich wieder erholten und in dem freundlichen Markt ins Plus drehten. Anfangs hatte ein für 2018 gesenktes Profitabilitätsziel die Stimmung getrübt, dann aber setzte sich Händlern zufolge die Meinung durch, dass die Zielreduzierung bereits erwartet worden war./la/nas

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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