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Neues Verfahren gegen Top-Manager Middelhoff eingeleitet


Laut Medienbericht  

Neues Verfahren gegen Top-Manager Middelhoff eingeleitet

24.07.2018, 21:07 Uhr | AFP

. Thomas Middelhoff: Der frühere Arcandor-Chef war im November 2014 vom Landgericht Essen unter anderem wegen Veruntreuung von Konzernvermögen zu drei Jahren Haft verurteilt worden. (Quelle: imago images)

Thomas Middelhoff: Der frühere Arcandor-Chef war im November 2014 vom Landgericht Essen unter anderem wegen Veruntreuung von Konzernvermögen zu drei Jahren Haft verurteilt worden. (Quelle: imago images)

Medienberichten zufolge soll der ehemalige Top-Manager Thomas Middelhoff erneut ins Visier der Staatsanwalt Bielefeld geraten sein. Der Vorwurf: Vor seiner Insolvenz soll er Beträge in Millionenhöhe veruntreut haben. 

Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat nach Recherchen von WDR und "Süddeutscher Zeitung" ein neues Verfahren gegen den früheren Top-Manager Thomas Middelhoff und seinen Rechtsanwalt Hartmut Fromm eingeleitet. Middelhoff soll demnach vor seiner Privatinsolvenz Millionensummen verschoben und Gläubiger so betrogen haben. Fromm soll ihn dabei unterstützt haben. Das habe die Staatsanwaltschaft auf Anfrage bestätigt, berichteten WDR und "Süddeutsche" am Dienstag. Die beiden Beschuldigten bestritten demnach die Vorwürfe.

Der frühere Arcandor-Chef Middelhoff war im November 2014 vom Landgericht Essen unter anderem wegen Veruntreuung von Konzernvermögen zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Er kam im November 2017 auf freien Fuß. Am 31. März 2015 stellte er laut dem Bericht Antrag auf ein Privatinsolvenzverfahren.

Privatvermögen systematisch auf Dritte übertragen

Unstrittig sei, dass in den Jahren vor der Privatinsolvenz immer mehr vom Middelhoff-Vermögen in Gesellschaften floss, die sein Anwalt Fromm kontrolliere, schrieb die "Süddeutsche". Als Gegenleistung hätten diese Gesellschaften Middelhoff regelmäßig Geld überwiesen, damit er sein Privatleben sowie seine Gerichts- und Anwaltskosten finanzieren konnte.

Middelhoffs Insolvenzverwalter Thorsten Fuest habe Fromm und dessen Berliner Kanzlei beim Landgericht Bielefeld auf Zahlung von 5,1 Millionen Euro verklagt, berichtete die "Süddeutsche". Der Inhalt dieser Klage habe auch die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen ausgelöst.

Die Klage fuße auf einem Gutachten der Wirtschaftskanzlei Taylor-Wessing, berichtete die "Süddeutsche" weiter. Sie habe im Auftrag des Insolvenzverwalters Middelhoffs Vermögenstransfers in den Jahren 2011 bis 2015 durchleuchtet. Die Gutachter seien zu dem Ergebnis gekommen, der Ex-Manager habe sein Privatvermögen systematisch auf Dritte übertragen, und das unter tatkräftiger Mithilfe von Fromm. Womöglich habe sich Middelhoff dabei einer Bankrott-Straftat schuldig gemacht und sein Freund der Beihilfe dazu.

Verwendete Quellen:
  • AFP

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