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Ex-Chef von Fiat Chrysler und Ferrari Sergio Marchionne ist gestorben


Visionär und harter Verhandlungspartner  

Ex-Fiat-Chef Sergio Marchionne ist tot

26.07.2018, 13:13 Uhr

Sergio Marchionne: Der ehemalige Fiat- und Ferrari-Chef ist im Alter von 66 Jahren verstorben. (Quelle: Imago / italyphotopress)
Ehemaliger Fiat- und Ferrari-Chef: Sergio Marchionne verstorben

Sergio Marchionne: Der ehemalige Fiat- und Ferrari-Chef ist im Alter von 66 Jahren verstorben. (Quelle: itsin TV)

Sergio Marchionne: Der ehemalige Fiat- und Ferrari-Chef ist im Alter von 66 Jahren verstorben. (Quelle: itsin TV)


Der langjährige Chef der Autobauer Fiat Chrysler und Ferrari, Sergio Marchionne, ist tot. Das teilte Fiat am Mittwoch mit.

Der langjährige Chef des italienisch-amerikanischen Autokonzerns Fiat Chrysler, Sergio Marchionne, ist gestorben. Dies berichteten die Zeitungen "Corriere della Sera" und "La Repubblica" am Mittwoch. Fiat Chrysler bestätigte die Meldungen. Fiat- und Ferrari-Präsident John Elkann sagte laut Mitteilung: "Leider ist das, was wir befürchtet haben, eingetreten. Sergio Marchionne, ein Mann und Freund, ist fort."

Marchionne galt als Visionär und harter Verhandlungspartner

Fiat und Ferrari hatten bereits am Samstag mitgeteilt, dass der 66-Jährige die Chef-Posten beim italienisch-amerikanischen Autobauer Fiat Chrysler Automobiles (FCA) und bei der Tochter Ferrari aus gesundheitlichen Gründen abgeben müsse. Nach unerwarteten Komplikationen bei einer Operation in Zürich hatte sich der Zustand des Managers so stark verschlechtert, dass er seine Arbeit als Fiat-Chef sowie als Präsident und Vorstandschef von Ferrari nicht wieder aufnehmen konnte.

Der Konzern hatte am Wochenende Mike Manley zum neuen Chef ernannt, nachdem Marchionne schwer erkrankt war.

Marchionne galt als Visionär, aber auch als harter Verhandlungspartner für Gewerkschaften und in der Formel 1. Mit markigen Sprüchen machte er sich weltweit einen Namen. Sein Tod wird von vielen Menschen in Italien als das Ende einer Ära gesehen.

Marchionne wurde Fiat-Chef, als Unternehmen kurz vor Pleite stand

Der Italiener mit kanadischem Pass war 2004 an die Fiat-Spitze gerückt, als das Turiner Unternehmen kurz vor der Pleite stand. Zehn Jahre später fädelte Marchionne die Übernahme des ebenfalls schwer angeschlagenen US-Rivalen Chrysler ein.

Seit der Fusion beider Autobauer im Herbst 2014 stieg der Wert der Aktie um fast 350 Prozent – und damit so stark wie bei keinem anderen Unternehmen der Branche. Als wichtiges Vermächtnis Marchionnes gilt auch die Konzentration auf Nischenmarken. Zum Ende seiner Karriere bei FCA hatte der Manager sein letztes großes Ziel erreicht und die Schuldenfreiheit des Unternehmens für Ende Juni verkündet.

Marchionne wollte sich eigentlich 2019 von dem Posten bei Fiat verabschieden. Rückzugspläne bei Ferrari waren hingegen nicht bekannt.

Verwendete Quellen:
  • Reuters, dpa-AFX

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