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Wegen Hitze und Trockenheit: Diese Lebensmittel werden wohl teurer


Wegen anhaltender Dürre  

Diese Lebensmittel könnten deutlich teurer werden

30.07.2018, 17:59 Uhr | AFP, t-online.de

Wegen Hitze und Trockenheit: Diese Lebensmittel werden wohl teurer. Kürzere Pommes aus kleineren Knollen: Die anhaltende Dürre bedroht die Kartoffelernte. (Quelle: dpa/Ina Fassbender)

Kürzere Pommes aus kleineren Knollen: Die anhaltende Dürre bedroht die Kartoffelernte. (Quelle: Ina Fassbender/dpa)

Hitze und Trockenheit machen den Bauern zu schaffen – sie rechnen mit der Missernte des Jahrhunderts. Dadurch könnten Lebensmittel knapp und manche auch teurer werden.

Durch den trockenen Sommer erwarten viele Bauern schlechtere Ernten, die Lebensmittelpreise könnten deshalb ansteigen.

Kartoffeln und Kartoffelprodukte

Schon jetzt rechnen Kartoffelbauern mit über 20 Prozent Ertragsminderung in diesem Jahr, wie der Branchenverband BOGK mitteilt. Erste Landwirte sprechen von 40 Prozent Minus. Sollte weiterhin kein Regen fallen, könnte sich die Lage "dramatisch zuspitzen", sagt Horst-Peter Karos vom BOGK. "Kartoffeln werden auf jeden Fall teurer."

Das gilt außerdem für verarbeitete Produkte wie Chips, Pommes und Kartoffeltaschen, für die oft besonders große Knollen benötigt werden. Der Verband schließt dabei Preissteigerungen nicht aus – die sich am Prozentsatz der Ernteausfälle orientieren.

Merken würden die Verbraucher das dann im Herbst. Derzeit endet allmählich das Lagergemüse, die Haupternte steht Ende August bis Anfang September an. Importiert werden kann auch nicht so ohne weiteres, warnt Karos: "In Belgien, den Niederlanden und Frankreich sieht es genauso schlimm aus."

Milch und Fleisch

Höhere Preise drohen auch bei der Milch. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) rechnet mit deutlich zurückgehenden Mengen und finanziellen Engpässen, weil viele Landwirte Futter zukaufen müssen.

Mit einer Erhöhung des Milchpreises um zehn Cent pro Liter "wäre uns schon ein Stück weit geholfen", sagt Verbandssprecher Hans Foldenauer. Das sei für einen Durchschnittsverbraucher, der täglich etwas Milch trinkt, eine Preissteigerung von gerade einmal drei Euro im Monat.

Beim Fleisch erwarten die Bauern hingegen nur wenig Bewegung. Zwar werden derzeit auch Tiere einige Wochen früher als geplant geschlachtet, wenn sie keine Milch geben, sagt Foldenauer. Das passiere aber nicht "im großen Maße".

Auch der Vizegeneralsekretär des Deutschen Bauernverbands, Udo Hemmerling, rechnet höchstens mit einem kleinen "schnellen Effekt" – aber nicht mit langfristigen Auswirkungen auf die Fleischpreise.

Obst und Gemüse

Bei Obst und Gemüse wird das Wetter keine Auswirkungen auf verarbeitete Produkte wie Konfitüre, Ketchup, Obstkonserven und Suppen haben, erklärt der BOGK.

Denn die Rohware dafür wird tiefgekühlt oder frisch aus Ländern wie Italien, Polen, Serbien und Rumänien sowie bei den Tomaten auch aus China bezogen. Auch hiesige Einlegegurken sind derzeit gut versorgt, sagt Christoph Freitag vom BOGK.

Anders sieht es beim Herbstgemüse aus, vor allem bei Bohnen und Erbsen, die sich über den Regen regenerieren. Hier werden Ernteminderungen von bis zu 50 Prozent befürchtet. Die Hersteller könnten dabei sowie bei anderen Frischeprodukten Probleme bekommen, ihre Lieferverträge mit dem Handel einzuhalten, fürchtet Freitag.

Hemmerling vom DBV sagt dazu, das Ende sei noch nicht genau absehbar, Preissteigerungen sehe er aber ebenfalls bereits bei Kartoffeln sowie an den Getreidemärkten.

Wein

Anders als Kartoffeln, Grünfutter & Co. geht es dem Wein gut, er profitiert von der Wärme und steht frühreif auf den Hängen. Gerade ältere Reben reichten bis zu 15 Meter tief in den Boden und kommen an Wasserreserven heran, die andere Kulturen nicht erreichen, sagt Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut.

Die Reifeentwicklung sei wegen der Wärme weit fortgeschritten, deshalb werde es in diesem Jahr wohl den "frühesten Federweißer" überhaupt geben. Auch die Hauptlese beginnt früher.

Mit einem Ernteminus rechnet das Institut anders als im regenreichen Jahr 2017 nicht, die Ertragsaussichten seien "bislang zufriedenstellend", sagt Büscher. Günstiger wird der Wein deshalb zwar nicht – allerdings auch nicht teurer.

Verwendete Quellen:
  • AFP

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