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Wirtschaft: Oddo BHF bleibt für Rest des Jahres optimistisch für den Kapitalmarkt


Wirtschaft  

Oddo BHF bleibt für Rest des Jahres optimistisch für den Kapitalmarkt

16.08.2018, 14:03 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Stimmung an den Märkten ist nach Einschätzung der Privatbank Oddo BHF weitaus schlechter als die Lage. Die aufgrund der Handelsstreitigkeiten und zahlreichen anderen politischen Konflikten eingetrübte Stimmung der Investoren und in den Konzernen spiegele sich nicht in den Fundamentaldaten wider, hob Vorstandsmitglied Joachim Häger am Donnerstag in Frankfurt bei der Vorstellung des Kapitalmarktausblicks für die kommenden Monate hervor. Wirtschaftsdaten und Unternehmensgewinne seien derzeit stark.

Daher sieht er auch keinen Grund, an ein baldiges Ende der bereits seit neun Jahren laufenden Börsenhausse zu glauben. "In Europa wächst zurzeit das Gefühl, wir sind schon in einer Rezession oder kurz davor. Das sehen wir aber nicht." Vielmehr rechnet Häger im laufenden Jahr für das Wachstum in der Eurozone "mit einer Zwei vor dem Komma" und "in den USA dürfte es sogar eine Drei vor dem Komma werden".

Die Handelsstreitigkeiten der USA mit China oder Europa seien zwar seit Monaten die Sorge Nummer eins der Anleger, doch bislang habe es bis auf zwei Ausnahmen nur Androhungen gegeben. Die aktuelle Türkei-Krise habe zudem weltwirtschaftlich gesehen keine Bedeutung. Mit Blick auf die weltweiten Notenbanken sei die Politik allgemein zudem weit davon entfernt, restriktiv zu sein, und von Inflationsdruck gebe es keine Spur. "Selbst in den USA ist der Realzins am Geldmarkt nach sieben Leitzinserhöhungen der Fed noch negativ", sagte Investment-Chef Kai Franke.

Risiken für die Märkte in der zweiten Jahreshälfte und darüber hinaus blenden die Manager bei Oddo BHF dennoch nicht aus: Vor allem in Italien sehen sie eine Gefahr, denn die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone "hat den Anschluss verloren" und könnte wegen des Ende September anstehenden Budget-Entwurfs Stress in die Märkte bringen.

Auch das Thema Brexit werde bald wieder vorrangig beschäftigen, denn der EU-Austritt steht im März 2019 bevor. Wenn sich die EU und Großbritannien nicht rechtzeitig auf eine Lösung einigen, dürfte das Pfund unter Druck geraten und im Vereinigten Königreich vor allem Unternehmen unter die Räder geraten, die auf die heimische Wirtschaft ausgerichtet seien. Eine weitere Gefahrenquelle sehen die Experten darüber hinaus noch in China. Die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft hat an Schwung verloren, und zudem ist das Wachstum stark verschuldungsgetrieben.

Das alles seien zwar Unsicherheitsfaktoren, die die Stimmung trübten, als entscheidend sehen Häger und Franke aber nach wie vor das Gewinnwachstum der Unternehmen an. "Und da haben wir ein robustes konjunkturelles Umfeld und erhalten zudem Rückenwind durch den schwachen Euro", sagte Franke. Da das Jahr 2018 allerdings ein "schwieriges Kapitalmarktjahr" sei, sei zunehmend die richtige Auswahl der Branchen und einzelner Aktien wichtig. Denn weitere, durch die sehr expansive Geldpolitik der Notenbanken getriebene Bewertungsanstiege, wie es sie in den vergangenen Jahren gab, werde es nicht mehr geben.

Oddo BHF setzt daher auf den aktuellen Megatrend Technologie. "Die Digitalisierung der Weltwirtschaft ist ein wesentlicher Wachstumstreiber", sagte Franke unter Verweis auf die großen Themen Cloud und Big Data und hob die inzwischen gänzlich andere Situation als in den Jahren 2000 hervor. Eine Blase sei nicht in Sicht, da die Wirtschaftskraft dieser Unternehmen stark sei und sie erkennbar hochprofitabel arbeiteten.

"Technologieunternehmen werden weiterhin die Profiteure der Digitalisierung der Welt sein, aber nicht nur, denn branchenunabhängig profitieren auch solche, die die neuen Technologien erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle integrieren."

Während Franke die Bewertungen der "Big Five" (Die Google-Mutter Alphabet, Apple, Amazon, Facebook und Microsoft ) allerdings für ausgereizt hält, sieht er noch Potenzial bei IT-Dienstleistern wie Accenture, Capgemini oder auch Bechtle.

Von Banken, Autowerten oder Telekomaktien hingegen rät er aufgrund des aktuellen strukturellen Wandels und der sehr hohen Investitionsaufwendungen in diesen Branchen ab.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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