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Wirtschaft - Aktien Frankfurt: Dax verteidigt Gewinne gegen Bayer-Schwäche


Wirtschaft  

Aktien Frankfurt: Dax verteidigt Gewinne gegen Bayer-Schwäche

16.08.2018, 14:50 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Trotz weiterer massiverer Verluste des Schwergewichts Bayer hat sich der Dax am Donnerstag stabilisiert. Bis zum Nachmittag legte der deutsche Leitindex um 0,37 Prozent zu auf 12 208,30 Punkte. Tags zuvor war er mit 12 120 Punkten noch fast auf sein Tief der vergangenen Monate aus dem Juni zurückgefallen.

Auch wenn zuletzt vor allem die Türkei-Krise mit der starken Lira-Abwertung die Schlagzeilen bestimmte, den Verlust der laufenden Woche brockten dem Dax vor allem Bayer-Aktien ein. Seit der US-Tochter Monsanto am Freitagabend von einem US-Gericht wegen angeblich verschleierter Gefahren von Glyphosat eine dreistellige Millionenzahlung an einen Krebspatienten aufgebrummt worden war, brach der Börsenwert der Leverkusener um knapp ein Fünftel ein - der Löwenanteil der Dax-Verluste.

Über 5 Prozent davon rutschten sie an diesem Donnerstag ab auf einen weiteren Tiefstand seit März 2013. Einem Bericht der "Wirtschaftswoche" zufolge drohen Monsanto möglicherweise weitere Millionenstrafen in den USA aus Sammelklagen wegen angeblichen Schäden durch den Unkrautvernichter Dicamba. Ein Berufungsgericht in Kalifornien wies zudem eine Monsanto-Beschwerde gegen eine Entscheidung zurück, wonach der Staat Kalifornien Glyphosat als möglicherweise krebserregend bezeichnen darf.

Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen stieg bis Donnerstagmittag um 0,55 Prozent auf 26 343,96 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax gewann 1,41 Prozent auf 2883,27 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 0,38 Prozent zu.

Im Handelsstreit zwischen den USA und China gibt es Hoffnungsschimmer. Ende August will China eine Delegation zu Gesprächen nach Washington schicken, um den zwischen beiden Ländern schwelenden Handelsstreit zu entschärfen. Jochen Stanzl, Analyst von CMC Markets, sieht die Chance auf eine Bodenbildung und eine Erleichterungsrally, zumal an der Wall Street der S&P 500 in Schlagweite seines Allzeithochs notiere.

Henkel-Papiere rutschten nach einer Senkung der Ergebnisprognose für das Gesamtjahr zunächst um über 4 Prozent ab. Die Düsseldorfer bekommen Gegenwind vom starken Euro und den gestiegenen Rohstoffpreisen zu spüren. Die Umsatzprognose behielten sie indes bei und hoben den Ausblick für die operative Marge sogar an. Bis zum Nachmittag erholten sich die Papiere deutlich und verloren noch -0,4 Prozent. SAP gewannen derweil als Indexfavorit 2,5 Prozent. Technologiewerte waren europaweit gefragt.

Ihren Status als Anlegerliebling untermauerten Wirecard mit einer erneuten Prognoseerhöhung und einem weiteren Rekordhoch. Die Papiere des Zahlungsabwicklers und heißen Dax-Kandidaten gewannen zeitweise mehr als 10 Prozent und haben die Deutsche Bank im Börsenwert inzwischen deutlich abgehängt. Seit Ende 2017 steuern sie auf eine Verdopplung zu.

Auch Analystenkommentare sorgten für Bewegung: Nach einer Kurszielerhöhung der Berenberg Bank kletterten die Papiere von Puma um über 5 Prozent an die MDax-Spitze. Erst tags zuvor hatte sie die Commerzbank empfohlen. Anteilsscheine von Delivery Hero legten nach einer Barclays-Zielerhöhung um 2,7 Prozent zu. Im Nebenwertesegment SDax profitierten HHLA-Aktien mit plus 6,7 Prozent von einer Kaufempfehlung der HSBC.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,15 Prozent am Vortag auf 0,13 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,07 Prozent auf 141,65 Punkte. Der Bund-Future büßte 0,02 Prozent ein auf 163,53 Punkte. Der Euro erholte sich nach dem jüngsten Rutsch fast wieder auf 1,14 US-Dollar, kam zuletzt aber wieder auf 1,1370 Euro zurück. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1321 (Dienstag: 1,1406) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8833 (0,8767) Euro gekostet.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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