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Wirtschaft - Aktien Frankfurt: Dax baut Kursgewinne aus


Wirtschaft  

Aktien Frankfurt: Dax baut Kursgewinne aus

21.08.2018, 11:43 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einem zunächst behäbigen Start ist der Dax am Dienstag doch noch in Gang gekommen. Der Leitindex legte gegen Mittag um 0,60 Prozent auf 12 405,27 Punkte zu.

Die Hoffnung auf die in dieser Woche stattfindenden Gespräche zwischen den USA und China im Handelskonflikt hatte den Dax bereits tags zuvor nach drei schwachen Wochen wieder angeschoben. Von einer Trendwende könne aber noch keine Rede sein, warnte Analyst Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader. "Um richtig Fahrt nach oben aufzunehmen, müsste das Barometer zunächst den Widerstand bei 12 500 Punkten knacken."

Während es hierzulande im Dax hakt, zeigt sich die Wall Street in immer besserer Form. So steht der breit gefasste S&P 500 bereits wieder in der Nähe seiner Bestmarke von Ende Januar.

Es könnten am Ende doch die Fortschritte in den Gesprächen oder Zugeständnisse der chinesischen Delegation im Handelsstreit sein, die endlich neue Rekordhochs an der Wall Street bringen, kommentierte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. "Ein Schulterschluss zwischen China und den USA dürfte die nächste Kaufwelle in New York auslösen, aber das Treffen könnte genauso zu einem Desaster werden." Vor dem Eintreffen der Handelsdelegation Pekings in Washington dürfte deshalb die Zurückhaltung überwiegen, so Stanzl.

Auch das Treffen von Notenbankern aus aller Welt Ende der Woche im amerikanischen Jackson Hole wirft nun die Schatten voraus. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) dürfte bei ihrem Plan bleiben, den Leitzins in diesem Jahr noch zweimal zu erhöhen, vermutet die Großbank Credit Suisse. US-Präsident Donald Trump ist von steigenden Zinsen nicht begeistert und kritisierte zuletzt erneut das Vorhaben der unabhängigen Fed.

Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen gewann am Dienstag bisher 0,59 Prozent auf 26 658,56 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax stand 0,65 Prozent höher auf 2936,11 Punkten. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,67 Prozent aufwärts.

Unternehmensseitig geht es wie schon am Vortag ruhig zu. Unter den Nebenwerten sorgte das Plus von fast 8 Prozent bei den Aktien von Voltabox für Aufsehen, nachdem der Batteriehersteller nach einem kräftigen Erlössprung im ersten Halbjahr seine Umsatzprognose angehoben hatte.

Ansonsten bewegen mitunter Aktien-Umstufungen. So sieht die Berenberg Bank in dem Kursrutsch der Bayer -Papiere nach dem Schadenersatzurteil gegen die US-Tochter Monsanto nun eine Kaufgelegenheit. Die Bayer-Anteile bauten ihr dreiprozentiges Vortages-Plus um weitere 2,7 Prozent aus und waren damit abermals auf dem ersten Platz im Dax. In der vergangenen Woche hatten sie allerdings 16 Prozent verloren.

Die britische Investmentbank HSBC stufte die Papiere der Deutsche Wohnen von "Hold" auf "Buy" hoch. Die im MDax notierten Anteile gewannen gut 1 Prozent.

Den Aktien von Medigene kam zugute, dass das Biotechunternehmen für die Entwicklung einer neuartigen Krebsimmuntherapie einen weiteren Partner gefunden hat. Anleger honorierten dies mit Kursaufschlägen von fast 7 Prozent, womit die Medigene-Anteile der Top-Wert im TecDax waren und die als Indikator für den längerfristigen Trend dienende 200-Tage-Linie wieder übersprangen.

Im Kleinwerteindex SDax profitierten die Aktien des Lkw-Zulieferers SAF-Holland mit plus 2,1 Prozent von einem positiven Analysten-Urteil von Mainfirst. Dagegen verloren die Aktien des Finanzdienstleisters Hypoport am Index-Ende 3,9 Prozent und entfernten sich damit wieder von ihrem tags zuvor bei 197,20 Euro erreichten Rekordhoch. Analyst Philipp Häßler von der Investmentbank Equinet sieht nach der Rally im bisherigen Jahresverlauf das Ende der Fahnenstange erreicht.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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