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Wirtschaft - Aktien Frankfurt: Dax knüpft an Vortageserholung an


Wirtschaft  

Aktien Frankfurt: Dax knüpft an Vortageserholung an

21.08.2018, 14:38 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einem behäbigen Start hat der Dax am Dienstag rasch an Schwung gewonnen und seinen Kurszuwachs bis auf über 12 400 Zähler ausgebaut. Am Nachmittag stand der Leitindex 0,63 Prozent höher auf 12 409,51 Punkten. Er knüpfte damit an seine Erholung vom Vortag an.

Die Hoffnung auf die in dieser Woche stattfindenden Gespräche zwischen den USA und China im Handelskonflikt hatte den Dax bereits tags zuvor nach drei schwachen Wochen wieder angeschoben. Von einer Trendwende könne aber noch keine Rede sein, warnte Analyst Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader. "Um richtig Fahrt nach oben aufzunehmen, müsste das Barometer zunächst den Widerstand bei 12 500 Punkten knacken."

Während es hierzulande im Dax hakt, zeigt sich die Wall Street in immer besserer Form. So steht der breit gefasste S&P 500 bereits wieder in der Nähe seiner Bestmarke von Ende Januar. Es könnten am Ende doch die Fortschritte in den Gesprächen oder Zugeständnisse der chinesischen Delegation im Handelsstreit sein, die endlich neue Rekordhochs an der Wall Street bringen, kommentierte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. "Ein Schulterschluss zwischen China und den USA dürfte die nächste Kaufwelle in New York auslösen, aber das Treffen könnte genauso zu einem Desaster werden."

Auch das Treffen von Notenbankern aus aller Welt Ende der Woche im amerikanischen Jackson Hole wirft nun die Schatten voraus. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) dürfte bei ihrem Plan bleiben, den Leitzins in diesem Jahr noch zweimal zu erhöhen, vermutet die Großbank Credit Suisse. US-Präsident Donald Trump ist von steigenden Zinsen nicht begeistert und kritisierte zuletzt erneut das Vorhaben der unabhängigen Fed.

Der Dollar geriet dadurch unter Druck. Im Gegenzug bekam der Euro Auftrieb. Auch das stützte laut Marktbeobachtern den Dax. Die Gemeinschaftswährung wurde über weite Strecken über 1,15 Dollar gehandelt, stand zuletzt aber mit 1,1495 Dollar wieder knapp darunter. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1420 (Freitag: 1,1391) US-Dollar festgesetzt.

Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen gewann am Dienstag bislang 0,69 Prozent auf 26 684,65 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax stand mit 0,63 Prozent im Plus auf 2935,59 Punkten. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,73 Prozent aufwärts.

Unternehmensseitig geht es wie schon am Vortag ruhig zu. Unter den Nebenwerten sorgte das Plus von mehr als 8 Prozent bei den Aktien von Voltabox für Aufsehen, nachdem der Batteriehersteller nach einem kräftigen Erlössprung im ersten Halbjahr seine Umsatzprognose angehoben hatte.

Abgesehen davon bewegten Aktien-Umstufungen. So sieht die Berenberg Bank in dem Kursrutsch der Bayer -Papiere nach dem Schadenersatzurteil gegen die US-Tochter Monsanto nun eine Kaufgelegenheit. Die Bayer-Anteile bauten ihr dreiprozentiges Vortages-Plus um weitere 2,7 Prozent aus und waren damit abermals auf dem ersten Platz im Dax. In der vergangenen Woche hatten sie 16 Prozent verloren.

Die britische Investmentbank HSBC stufte die Papiere der Deutsche Wohnen von "Hold" auf "Buy" hoch. Die im MDax notierten Anteile gewannen 1,3 Prozent. Bester Wert in dem Index waren die Anteile des Versorgers Uniper mit plus 3 Prozent.

Den Aktien von Medigene kam zugute, dass das Biotechunternehmen für die Entwicklung einer neuartigen Krebsimmuntherapie einen weiteren Partner gefunden hat. Anleger honorierten dies mit Kursaufschlägen von mehr als 7 Prozent, womit die Medigene-Anteile der Top-Wert im TecDax waren und die als Indikator für den längerfristigen Trend dienende 200-Tage-Linie wieder übersprangen.

Nach ihrem Kursrutsch der Vorwoche und einem schwachen Wochenstart unternahmen die Papiere von Tele Columbus DE000TCAG172> im Kleinwerteindex SDax einen Erholungsversuch mit plus 6,5 Prozent. Nachdem der Kabelnetzbetreiber unlängst die Verschiebung seines Halbjahresberichts bekannt gegeben hatte, waren die Papiere binnen weniger Tage um fast die Hälfte eingebrochen.

Die Aktien des Finanzdienstleisters Hypoport verloren am SDax-Ende 4,1 Prozent und entfernten sich damit wieder von ihrem tags zuvor bei 197,20 Euro erreichten Rekordhoch. Analyst Philipp Häßler von der Investmentbank Equinet sieht nach der Rally im bisherigen Jahresverlauf das Ende der Fahnenstange erreicht.

Am Rentenmarkt kletterte die Umlaufrendite von 0,13 Prozent am Vortag auf 0,14 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,07 Prozent auf 141,59 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,20 Prozent auf 163,34 Punkte./ajx/fba

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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