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Der längste Bullenmarkt der US-Börsengeschichte

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Wie Phönix aus der Asche  

Längster Bullenmarkt der US-Börsengeschichte

Von Sabrina Manthey

30.08.2018, 16:08 Uhr
Der längste Bullenmarkt der US-Börsengeschichte. Bullenskulptur an der Wall Street: Mit Bullenmarkt wird eine anhaltende Phase des Aufschwungs an der Börse bezeichnet. (Quelle: Getty Images/AndreyKrav)

Bullenskulptur an der Wall Street: Mit Bullenmarkt wird eine anhaltende Phase des Aufschwungs an der Börse bezeichnet. (Quelle: AndreyKrav/Getty Images)

Katastrophale Zeiten sind nicht selten die Geburtsstunde von Bullenmärkten. Wenn dann die Party am schönsten scheint, fallen sie in sich zusammen. Der aktuelle Aufschwung an der Börse dauert schon sehr lange – genau genommen über 3.450 Tage. Sollten Anleger achtsam sein?

Am Mittwoch, den 22. August 2018, war es soweit. Der Höhenflug des S&P 500 S&P 500 INDEX Index erreichte die Rekorddauer von 3.453 Tagen. Seit dem 9. März 2009 geht es ohne größere Rückschläge bergauf. Damit befinden wir uns in der längsten Aufschwungphase, die der US-Aktienmarkt bislang gesehen hat, berichtet das "Wall Street Journal". Seither hat der breit gefächerte Blue-Chip-Index seinen Kurs mehr als vervierfacht.

Der vorangegangene Rekord reicht zurück in die Zeit zwischen Oktober 1990 und März 2000. Damals dauerte der sogenannte Bullenmarkt 3.452 Tage. Das Platzen der Technologieblase setzte der damaligen Hausse ein jähes Ende. Knapp ein Jahrzehnt später – auf dem Höhepunkt der Finanzkrise – setzte die Wall Street erneut zum Höhenflug an. Wer zum Tiefpunkt bei 666 Punkten in den S&P 500 investiert hat, kann sich bis heute bei über 2.862 Zählern über ein Plus von 320 Prozent freuen.

Bullenmarkt: Der sogenannte Bullenmarkt – auch Hausse genannt– bezeichnet eine Phase des Aufschwungs an den Aktienmärkten. Zwar kann es kleine Rücksetzer geben, diese sollten aber nicht zwanzig Prozent oder mehr betragen. Das Gegenteil ist der Bärenmarkt, beziehungsweise die Baisse.

Dabei ging es nicht immer nur bergauf. Zwei größere Rücksetzer mussten Anleger verkraften, betont Ken Brown vom "WSJ". Erstens im August 2011, als die Kreditwürdigkeit der USA gesenkt wurde und zweitens von Mitte 2015 bis Anfang 2016 im Zuge der Abwertung des chinesischen Yuan durch das Reich der Mitte.

Ist das Ende des Bullenmarktes erreicht?

Es kann nicht immer nur bergauf gehen. Bleibt die Frage: Steuert der Bullenmarkt seinem furiosen Ende entgegen? Sicher ist: geopolitische Spannungen belasten die Märkte. Der starke US-Dollar, die Währungskrise in der Türkei und der andauende Handelsstreit vor allem mit China drücken auf die Stimmung an der Wall Street. Hinzu kommen hohe Schwankungen an den Aktienmärkten der Schwellenländer – nicht zuletzt aufgrund der steigenden US-Zinsen und eines erstarkenden US-Dollars.

Doch positive Konjunkturdaten und die gute Lage am US-Arbeitsmarkt halten dagegen. Die Arbeitslosigkeit ist rekordverdächtig niedrig und die Inflation so hoch wie lange nicht. US-Präsident Donald Trump tat sein Übriges, indem er die Unternehmenssteuern senkte. Geld, das die Unternehmen entweder für die Schaffung neuer Arbeitsplätze oder für die Kurspflege nutzten, indem sie Aktien zurückkauften. Nicht zuletzt genießen die großen Player der Technologiebranche im Großen und Ganzen weiterhin das Vertrauen der Investoren. Die Frage ist nur, ob sie langfristig das viele Geld rechtfertigen, das diese in sie pumpen oder ob die jüngsten Rückschläge einiger Tech-Firmen – so zum Beispiel Facebook Facebook Inc. Aktie und Twitter Twitter, Inc. Aktie – bereits die Schatten vom Ende des Bullenmarktes vorauswerfen.

Experten sind sich uneins. Und eine Marke muss der aktuelle Bullenmarkt noch knacken: Während des letzten Aufschwungs bis März 2000 legte der S&P 500 ganze 417 Prozent zu. Luft nach oben ist also noch.


Verwendete Quellen:

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