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Aufpasser kritisiert VW und stellt zwei Verstöße fest


Auflagen nach Dieselskandal  

Aufpasser kritisiert VW und stellt zwei Verstöße fest

27.08.2018, 11:47 Uhr | rtr , dpa

Aufpasser kritisiert VW und stellt zwei Verstöße fest. Hiltrud Werner, VW-Vorstand für Integrität und Recht, mit Chefaufseher Larry Thompson: Der frühere US-Staatssekretär ist unzufrieden mit der mangelnden Transparenz beim deutschen Konzern. (Quelle: dpa/Holger Hollemann)

Hiltrud Werner, VW-Vorstand für Integrität und Recht, mit Chefaufseher Larry Thompson: Der frühere US-Staatssekretär ist unzufrieden mit der mangelnden Transparenz beim deutschen Konzern. (Quelle: Holger Hollemann/dpa)

Damit sich der Dieselskandal nicht wiederholt, wird Volkswagen von der US-Justiz streng kontrolliert. Ein erster Bericht deckt zwei Vergehen auf – und kritisiert mangelnde Transparenz.

Der von der US-Justiz zur Aufarbeitung des Dieselskandals eingesetzte Aufpasser Larry Thompson mahnt in seinem ersten Jahresbericht beim VW-Konzern eine höhere Transparenz an. Vereinzelt sei er mit der Zurückhaltung von Volkswagen bei der Übermittlung von Informationen nicht einverstanden, hieß es in dem am Montag veröffentlichten Bericht.

Das Unternehmen habe unter Berufung auf das Anwaltsgeheimnis und den Datenschutz Schwärzungen in Dokumenten vorgenommen. Er erwarte, dass VW sämtliche Informationen, die er für notwendig erachte, zeitnah zur Verfügung stelle. Der Autobauer habe bereits Verbesserungen zugesagt.

Aufseher will noch kein Urteil abgeben

Zugleich hat Thompson zwei Verstöße gegen die Auflagen festgestellt. Volkswagen selbst habe diese gemeldet. Nach Angaben von Hiltrud Werner, Vorstand für Integrität und Recht, wurde eine Liste von fünf Fragen im Zusammenhang mit der jährlichen Mitarbeiterbefragung "aus Versehen" nicht in die Manager-Handbücher aufgenommen. Zudem sei übersehen worden, zehn Tage vor Beginn von Emissionstests für das Modelljahr 2017 die Umweltbehörde Carb schriftlich zu informieren.


Thompson erklärte, es sei verfrüht zu sagen, wie weit das Unternehmen bei der Umsetzung seiner Verpflichtungen gekommen sei. Der frühere US-Staatssekretär soll Volkswagen drei Jahre lang auf die Finger schauen, damit sich Verfehlungen wie im Dieselskandal nicht wiederholen können. Der Kontrolleur überwacht, ob die Wolfsburger den mit den US-Behörden geschlossenen Vergleich einhalten und die versprochenen Reformen umsetzen. 

In den Verhandlungen mit der US-Justiz hatte VW zugegeben, mit Abgasangaben Behörden und Kunden betrogen, Umweltrecht verletzt und die Justiz behindert zu haben.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen Reuters, dpa

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