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Banken machen Druck: Fusion von Karstadt und Kaufhof droht zu scheitern


Banken machen Druck  

Fusion von Karstadt und Kaufhof droht zu scheitern

27.08.2018, 21:58 Uhr | rtr , AFP

Banken machen Druck: Fusion von Karstadt und Kaufhof droht zu scheitern. Filialen von Karstadt und Kaufhof in Trier: Die Warenhausketten planen einen Zusammenschluss.  (Quelle: imago images/Rupert Oberhäuser)

Filialen von Karstadt und Kaufhof in Trier: Die Warenhausketten planen einen Zusammenschluss. (Quelle: Rupert Oberhäuser/imago images)

Die Warenhäuser Karstadt und Kaufhof planen einen Zusammenschluss. Doch nun stellen sich Banken in den Weg und setzen den Kaufhof-Eigentümer unter Druck. Die Fusion könnte dadurch scheitern. 

Die geplante Fusion zwischen den beiden großen deutschen Warenhausketten Karstadt und Kaufhof wackelt. Das bestätigten mit der Verhandlung vertraute Personen der Deutschen Presse-Agentur. Grund dafür sind demnach auf den letzten Metern die schlechte Geschäftsentwicklung beim Kaufhof und ein milliardenschwerer Immobilienkredit für die Warenhäuser des Traditionsunternehmens.

Ein Bankenkonsortium unter der Führung der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) habe dem Kaufhof-Eigentümer Hudson's Bay Company (HBC) eine Frist gesetzt, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Bis spätestens Ende September solle HBC die Bedingungen eines Kreditvertrages erfüllen, schrieb die Zeitung. Falls dies nicht geschehe, könne die LBBW eine Zahlungsforderung in Höhe von 1,34 Milliarden Euro an HBC stellen. Mit dieser Summe hatte die LBBW demnach vor knapp drei Jahren den Kauf von 41 Kaufhof-Immobilien finanziert. Solange der kanadische Handelsriese den Anforderungen der Banken nicht nachkomme, liege die geplante Fusion der Warenhausketten nach Einschätzung von Insidern auf Eis.

Kartellamt will die Fusion prüfen

Ein weiterer Stolperstein für die Elefantenhochzeit beider Konzerne ist das Bundeskartellamt. Dieses will einen möglichen Zusammenschluss der beiden Warenhausketten unter die Lupe nehmen. Es würde sich um eine große Fusion handeln, die sich das Kartellamt ansehen werde, sagte Kartellamtschef Andreas Mundt am Montag in Bonn. 

Dabei würde das Kartellamt sowohl die Stellung der beiden Warenhausketten in regionalen Märkten in der Bundesrepublik als auch ihre Position im Wettbewerb mit Online-Händlern unter die Lupe nehmen, sagte Mundt. Für eine Bewertung müssten viele Daten gesammelt werden. Wie lange die Behörde genau für eine Untersuchung brauchen würde, wurde nicht klar.

Das Kartellamt hat aber bis zu vier Monate Zeit, wenn die Eigner der Ketten – die nordamerikanische HBC und der österreichische Karstadt-Eigner Rene Benko – ihre Pläne zur Prüfung bei den Bonnern angemeldet haben. 

Verwendete Quellen:
  • Reuters
  • AFP


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