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Chinesischer Milliardär Richard Liu in den USA festgenommen


Chef von JD.com  

Chinesischer Milliardär in den USA festgenommen

03.09.2018, 16:28 Uhr | rtr

Chinesischer Milliardär Richard Liu in den USA festgenommen. Das Polizeifoto von Richard Liu. Der Milliardär wurde in den USA wie jeder andere Verdächtige behandelt. (Quelle: AP/dpa)

Das Polizeifoto von Richard Liu. Der Milliardär wurde in den USA wie jeder andere Verdächtige behandelt. (Quelle: AP/dpa)

Der Chef und Gründer des chinesischen Internetkonzerns JD.com ist in den USA vorübergehend festgenommen worden. Hintergrund ist offenbar ein Verdacht auf eine sexuelle Straftat.

Der Chef des chinesischen Onlinehändlers JD.com ist in den USA vorübergehend wegen des Verdachts auf eine sexuelle Straftat festgenommen worden. Inzwischen sei Richard Liu in die Volksrepublik zurückgekehrt, teilte der Amazon-Konkurrent mit. Er sei ohne Auflagen und Kaution freigelassen worden.

Zuvor hatte die Polizei von Minnesota bekanntgegeben, dass sich der 45-Jährige wieder auf freiem Fuß befindet, die Ermittlungen jedoch andauern. Ein Behördensprecher wollte keine Hintergründe für die Festnahme nennen. Es sei derzeit unklar, ob es am Ende zu einer Anklage komme.

Rund acht Milliarden Dollar Vermögen

JD.com teilte mit, die Anschuldigungen gegen Liu seien unbegründet. Der Milliardär, der JD.com 1998 gründete, nimmt derzeit an einem speziellen Doktorandenprogramm für Führungskräfte der Universität von Minnesota teil. Er war gegen Mitternacht am Freitag festgenommen worden und konnte die Polizeistation am Samstagnachmittag wieder verlassen. Liu war selbst nicht zu erreichen.

In China sorgte die vorübergehende Festnahme für Schlagzeilen. Liu, dessen Vermögen von Forbes auf fast acht Milliarden Dollar geschätzt wird, und seine Ehefrau - die Internet-Berühmtheit Zhang Zetian - sind dort bekannte Persönlichkeiten. Das Polizeifoto von Liu verbreitete sich rasant über die chinesische Plattform Weibo.

Liu hat bei JD.com die absolute Macht

JD.com ist an der Wall Street gelistet, die am Montag wegen des Labor Day geschlossen blieb. Das Unternehmen, zu dessen Investoren unter anderem Walmart, Google und der chinesische Technologiekonzern Tencent gehören, konkurriert auf dem Heimatmarkt unter anderem mit Alibaba.

Im abgelaufenen Quartal überraschte JD.com wegen höherer Ausgaben mit einem deutlich höheren Verlust als erwartet. Lius Festnahme wirft nun ein Schlaglicht auf die ungewöhnliche Organisationsstruktur des Unternehmens, bei dem der Gründer fast 80 Prozent der Stimmrechte hält und der Verwaltungsrat nur Entscheidungen treffen kann, wenn Liu anwesend ist.

Verwendete Quellen:
  • Reuters

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