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Telekom-Tochter T-Systems startet Job-Kahlschlag


Jeder dritte Arbeitsplatz betroffen  

Telekom-Tochter startet Job-Kahlschlag

10.09.2018, 15:57 Uhr

Telekom-Tochter T-Systems startet Job-Kahlschlag. Hauptsitz der Deutschen Telekom in Bonn: Bei der Tochter T-Systems fällt jede dritte Stelle in Deutschland weg. (Quelle: dpa)

Hauptsitz der Deutschen Telekom in Bonn: Bei der Tochter T-Systems fällt jede dritte Stelle in Deutschland weg. (Quelle: dpa)

Die angeschlagene Telekom-Tochter T-Systems soll gesundgespart werden. Für die Mitarbeiter in Deutschland bedeutet das: Jeder Dritte verliert seinen Job.

Die Telekom-Großkundentochter T-Systems kann mit dem geplanten Abbau von Tausenden Jobs starten. Spartenchef Adel Al-Saleh und der Betriebsrat haben eine Einigung über den Wegfall von etwa 5.600 Stellen in Deutschland gefunden, wie ein Unternehmenssprecher bestätigt.

Einigung mit Betriebsrat

"Wir haben uns geeinigt, dass bis Ende 2020 insgesamt 3.765 Stellen abgebaut werden", sagte Gesamtbetriebsratschef Thomas Schneegans dem "Handelsblatt". Gehe es dem seit Jahren schwächelnden IT-Anbieter dann nicht besser, können im Jahr 2021 weitere 1.200 Stellen gestrichen werden. Zudem hätten im ersten Halbjahr mehrere Hundert Mitarbeiter die Firma verlassen.

Personal-Geschäftsführer Georg Pepping will betriebsbedingte Kündigungen "nach Möglichkeit vermeiden". Dafür stünden Instrumente wie Altersteilzeit, Vorruhestand und Abfindungen zur Verfügung, schrieb er in einem Firmen-Blog. Mitarbeiter ohne neue Stelle bei T-Systems sollten in eine neue Beschäftigung innerhalb und außerhalb der Deutschen Telekom vermittelt werden.

Weltweit fallen 10.000 Stellen weg

Al-Saleh war von Telekom-Chef Tim Höttges geholt worden, um die chronisch renditeschwache Geschäftskunden-Sparte wieder auf Trab zu bringen. Im Juni hatte der US-Amerikaner angekündigt, weltweit rund 10.000 Stellen streichen zu wollen, davon allein in Deutschland 6.000. Dadurch sollen die jährlichen Kosten um 600 Millionen Euro sinken. Die Hälfte der Einsparungen will T-Systems in Cloud-Dienste und IT-Sicherheit investieren.

T-Systems kämpft wie einige Rivalen mit Überkapazitäten und dem harten Wettbewerb am Markt. Das Unternehmen hat weltweit rund 37.000 Mitarbeiter, davon 18.000 in Deutschland.

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