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Rocket Internet startet Aktienrückkaufprogramm

Milliardenpolster  

Rocket Internet startet Aktienrückkaufprogramm und will investieren

20.09.2018, 14:50 Uhr | sm, t-online.de

Rocket Internet startet Aktienrückkaufprogramm. Oliver Samwer, Vorstandsvorsitzender der Rocket Internet SE: Der Startup-Investor will seine flüssigen Mittel nutzen, um eigene Aktien zurückzukaufen. (Quelle: dpa/Jörg Carstensen)

Oliver Samwer, Vorstandsvorsitzender der Rocket Internet SE: Der Startup-Investor will seine flüssigen Mittel nutzen, um eigene Aktien zurückzukaufen. (Quelle: Jörg Carstensen/dpa)

Der Startup-Investor Rocket Internet hat gut zwei Milliarden Euro auf der hohen Kante. Über ein neues Aktienrückkaufprogramm und Investitionen in neue Firmen soll der Geldberg etwas abgebaut werden. Im Visier stehen vor allem Fintechs, Softwareunternehmen und Firmen im Bereich Künstliche Intelligenz.

Die Startup-Schmiede Rocket Internet ROCKET INTERNET SE Aktie will ihr Finanzpolster erneut zum weiteren Rückkauf eigener Aktien nutzen. Dabei plant das Unternehmen, bis 19. September 2019 Aktien im Wert bis maximal 150 Millionen Euro zurückzukaufen, teilt das Unternehmen in Berlin mit. Das entspricht bis zu 3,6 Prozent des derzeit ausstehenden Kapitals. Erst im Mai 2018 hatte Rocket ein Rückkaufprogramm über knapp zehn Millionen Aktien abgeschlossen.

Rocket Internet sitzt weiter auf einem hohen Barmittelbestand. Ende August betrugen die liquiden Mittel des Unternehmens 2,1 Milliarden Euro. Nach dem Rückkauf von Wandelschuldverschreibungen hat Rocket Internet nach eigenen Angaben zudem keine wesentlichen Finanzschulden mehr.

Wandelschuldverschreibung: Eine Schuldverschreibung bezeichnet eine Anleihe an einem Unternehmen. Das Besondere an der Wandelanleihe: Innerhalb einer Wandlungsfrist hat der Inhaber das Recht, das Wertpapier zu einem vorab bestimmten Verhältnis in Aktien des Unternehmens zu tauschen – das Papier also umzuwandeln. Nimmt er dieses Recht nicht wahr, läuft die Anleihe regulär – samt Zinszahlungen und Rückzahlung zum Nennwert – bis zum Ende der Laufzeit weiter. 

Rocket-Internet-Papiere legen zu

Anleger griffen daher im frühen Handel zu. Die Aktie gewann gut vier Prozent an Wert. Mit einem Kursplus von mehr als 30 Prozent seit Jahresbeginn gehört das Papier zu den größten Gewinnern im Mittelwertesegment MDax MDAX PERFORMANCE-INDEX Index. Mit einem Kurs von rund 27,90 Euro ist die Aktie jedoch noch deutlich von ihrem Hoch bei 31 Euro von Anfang Juni 2018 entfernt.

Börsengang: Das im Jahr 2007 gegründete Unternehmen ist am 2. Oktober 2014 zu einem Ausgabekurs von 42,50 Euro an die Börse gegangen. Seit Juni 2015 hat Rocket Internet diesen Preis nicht mehr erreicht.

Im ersten Halbjahr schrieb Rocket Internet schwarze Zahlen und kam auf einen Konzerngewinn von 297 Millionen Euro – nach einem Verlust von 27 Millionen ein Jahr zuvor. Maßgeblich für den Zuwachs waren Aktienverkäufe. In der ersten Jahreshälfte hatte das Unternehmen Anteile am Essenslieferanten Delivery Hero DELIVERY HERO SE NA O.N. Aktie veräußert und Aktien des Kochboxenversenders HelloFresh HELLOFRESH SE  INH O.N. Aktie abgestoßen.

Der nächste Börsenkandidat in den Startlöchern

Die wichtigsten Beteiligungsunternehmen konnten ihren Umsatz steigern und ihre Rendite verbessern. Der überwiegende Teil schreibt jedoch weiterhin Verluste. Mit Delivery Hero, HelloFresh und dem Online-Versandhändler Home24 HOME24 SE  INH O.N. Aktie hat Rocket Internet mittlerweile drei Beteiligungen an die Börse gebracht. Mit dem Online-Einrichtungshändler Westwing steht der nächste Kandidat in den Startlöchern.

Wie Rocket Internet kürzlich ankündigte, will das Unternehmen bei der Suche nach neuen Startups künftig auch andere Bereiche ins Visier nehmen, etwa Fintechs, Software-Unternehmen oder Firmen, die sich mit Künstlicher Intelligenz befassen.


Verwendete Quellen:
  • dpa
  • dpa-AFX
  • Reuters
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