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Streit um Sommerchaos: Lufthansa legt sich mit Flughäfen an


Streit um Sommerchaos  

Lufthansa legt sich mit Flughäfen an

27.09.2018, 09:12 Uhr | dpa

Streit um Sommerchaos: Lufthansa legt sich mit Flughäfen an. Passagiere warten am Lufthansa-Schalter: Diesen Sommer kam es oft zu Verzögerungen und gestrichenen Flügen an deutschen Flughäfen. (Quelle: dpa/Rainer Jensen)

Passagiere warten am Lufthansa-Schalter: Diesen Sommer kam es oft zu Verzögerungen und gestrichenen Flügen an deutschen Flughäfen. (Quelle: Rainer Jensen/dpa)

Verspätungen und abgesagte Flüge: Die Fluggäste haben in diesem Sommer unter einem wahren Flugchaos gelitten. Eigentlich wollte die Branche gemeinsame Lösungen präsentieren. Doch eine Airline schert aus.

Eine Woche vor dem geplanten Luftverkehrsgipfel in Hamburg ist das Verhältnis zwischen Flughäfen und Fluggesellschaften deutlich angespannt. Grund ist ein Antrag der Lufthansa, die Kapazitäten an den wichtigsten Flughäfen und sogar im gesamten deutschen Luftraum abzusenken.

Auf diesem Weg will Lufthansa-Chef Carsten Spohr ein erneutes Flugchaos wie in diesem Sommer verhindern. Die Flughäfen fürchten hingegen um ihr Geschäft mit den Passagieren und sehen sich auch nur im geringen Maße verantwortlich für die Ausfälle und Verspätungen in dieser Saison.

Lufthansa will die Flugbewegungen pro Stunde absenken

Gemeinsam mit dem Airline-Verband Barig soll sich Europas größter Luftverkehrskonzern in den eigentlich vertraulichen Koordinierungsgesprächen mit den Behörden dafür ausgesprochen haben, die sogenannten Eckwerte für den Frankfurter Flughafen abzusenken. Entsprechende Medienberichte wurden in Luftfahrtkreisen bestätigt.

Der Eckwert beschreibt die Zahl der maximalen Flugbewegungen pro Stunde. Er beträgt in Frankfurt derzeit 104 und wird nur in wenigen Spitzenstunden erreicht. Lufthansa hält 102 Flugbewegungen für ausreichend und strebt auch für andere Flughäfen wie München, Berlin und Düsseldorf sowie das gesamte Netz abgesenkte Kapazitätsbegrenzungen an.

Der deutsche Luftverkehr ist überlastet

Der Flughafenverband ADV sieht die Kapazitätsobergrenzen an den Flughäfen nicht als den zentralen Hebel zur Bewältigung der Pünktlichkeitsprobleme. So sei die Zahl der Flugbewegungen in Berlin und Düsseldorf in diesem Jahr sogar zurückgegangen, während die Pünktlichkeit weiter abnahm. "Notwendig sind höhere Kapazitäten bei der Flugsicherung, stabilere Flugpläne der Airlines, schnellere Sicherheitskontrollen am Boden und der Ausbau der Infrastruktur", sagt ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Für all das lägen Vorschläge auf dem Tisch.

Offiziell lehnten Lufthansa und der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport detaillierte Stellungnahmen zu den noch laufenden Gesprächen ab. "Die Überlastung der Infrastruktur ist eines der aktuellen Probleme im deutschen Luftverkehr. Daher ist es richtig und wichtig, dass nun intensiv über die Eckwerte gesprochen wird. Das allein ist schon ein Erfolg", sagt ein Lufthansa-Sprecher lediglich.

Insider: Lufthansa sichert sich Start- und Landerechte

Sollten die Eckwerte vom Bundesverkehrsministerium in Absprache mit den Ländern tatsächlich gesenkt werden, müssten die aktiven Airlines auf Start- und Landerechte, die sogenannten Slots, verzichten. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" will sich Lufthansa hier eine Sicherung einbauen lassen, damit sich nicht andere Airlines auf die freien Zeiten stürzen. Die Slots sollen quasi eingefroren werden.

"Lufthansa will ihre Flugpläne reduzieren und sich das absichern lassen", meint ein Flughafen-Insider. Der größte deutsche Anbieter hatte wie zahlreiche Konkurrenten sein Angebot in diesem Sommer ausgeweitet, um die von Air Berlin hinterlassenen Lücken zu füllen.



Fast die Hälfte der Verspätungen verursachen die Airlines selbst

Nach Einschätzungen von Fraport sind mehr als 40 Prozent der Verspätungen bei den Airlines hausgemacht, weitere 20 Prozent seien auf (Personal-)Probleme der Flugsicherung zurückzuführen. Flughäfen und die von der Bundespolizei organisierten Passagierkontrollen kämen zusammen auf gut 12 Prozent.

Auf dem von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) angeschobenen Luftverkehrsgipfel in Hamburg am 5. Oktober will Lufthansa-Chef Spohr seine Eckwertideen nicht weiter vorbringen, heißt es bei der Kranich-Linie. Ein kontroverses Thema hat er aber zweifelsfrei gesetzt.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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