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Ernährer der Menschen – Bayer-Chef verteidigt Glyphosat

Kritik an Umweltschützern  

Bayer-Chef verteidigt Unkrautvernichter Glyphosat

30.09.2018, 16:08 Uhr | sm, dpa, rtr

Ernährer der Menschen – Bayer-Chef verteidigt Glyphosat. Unkrautvernichter: Das umstrittene Herbizid Glyphosat wird in Deutschland unter anderem auf Ackerflächen und im Weinanbau eingesetzt.  (Quelle: Getty Images/SusanHSmith)

Unkrautvernichter: Das umstrittene Herbizid Glyphosat wird in Deutschland unter anderem auf Ackerflächen und im Weinanbau eingesetzt. (Quelle: SusanHSmith/Getty Images)

Die Weltgesundheitsorganisation stuft Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend ein. Laut Bayer-Chef Baumann hingegen rettet das Herbizid Menschenleben; der Unkrautvernichter sei das falsche Feindbild. Dabei weht dem DAX-Konzern auch von US-Gerichten Wind entgegen.

Im Streit um das Pflanzenschutzmittel Glyphosat hat Bayer-Chef Werner Baumann Umweltschützern vorgeworfen, bewusst mit Fehlinformationen zu arbeiten. "Sie nützen die Größe und Prominenz des Produkts für ihr Geschäftsmodell", sagt Baumann der "Bild am Sonntag". Nur so bekämen Umweltschützer die nötige Aufmerksamkeit, um möglichst viele Spenden zu erhalten. Bio-Landbau sei nicht pauschal die nachhaltigere Anbaumethode.

Glyphosat: Bei dem Unkrautvernichtungsmittel handelt es sich um ein Total-Herbizid, das auf sämtliche grüne Pflanzen wirkt. Es blockiert ein Enzym, das Pflanzen zur Herstellung lebenswichtiger Aminosäuren benötigen. Glyphosat findet weltweit Verwendung und wird in Deutschland vor allem im Ackerbau sowie im Wein- und Obstbau eingesetzt. Der großflächige Einsatz von Glyphosat führt laut Kritikern zu einem massiven Rückgang der Biodiversität und der Zahl der Insekten wie zum Beispiel auch der Bienenvölker.

Glyphosat ernährt Menschheit

Bayer-Chef Baumann verteidigt den umstrittenen Unkrautvernichter. Es werde benötigt, um die Menschheit zu ernähren. "Dank Glyphosat werden die Menschen satt", sagte Baumann. Es sei das meistgenutzte und erfolgreichste Pflanzenschutzmittel der Welt – "und damit ein ideales Feindbild für Nicht-Regierungsorganisationen und Aktivisten, die die moderne Landwirtschaft ablehnen."

Nach Milliardenübernahme von Monsanto drohen Klagen

Der DAX-Konzern hatte vor kurzem den Glyphosat-Hersteller Monsanto für 63 Milliarden US-Dollar gekauft. Nach der Übernahme müssen sich die Leverkusener nun mit rund 8.700 Klagen in den USA wegen möglicher Erkrankungen durch Glyphosat auseinandersetzen.

Mitte August hatte ein kalifornisches Geschworenengericht den US-Saatgutriesen zu einer Schadensersatzzahlung von 289 Millionen US-Dollar an einen Mann verurteilt, der seine Krebserkrankung auf Glyphosat zurückführte. Die Aktien des Leverkusener Pharma- und Agrarkonzerns brachen nach Bekanntgabe des Urteils um zwölf Prozent ein.

Laut WHO wahrscheinlich krebserregend – Bayer hält dagegen

Glyphosat zählt weltweit zu den meist verwendeten Herbiziden. Umweltschützer, Kleinbauern und verschiedene Wissenschaftler halten den Unkrautvernichter für gefährlich für die Natur und die Gesundheit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte Glyphosat 2015 als ein "wahrscheinliches humanes Karzinogen" ein, also als mutmaßlich krebserregend für den Menschen. Der Konzern hingegen betont, dass Glyphosat sicher sei und keine Krebserkrankung verursache. US-

US-Präsident Trump treuer Kunde

Baumann lobte zudem US-Präsident Donald Trump, den er zwei Mal getroffen habe, als "einen sehr aufmerksamen, zugewandten und auch sehr gut informierten Gesprächspartner" und "treuer Kunde von Bayer". Der Präsident nehme täglich Aspirin.

Verwendete Quellen:
  • dpa
  • Reuters

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