Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > Fonds und ETF >

Wetten auf die künstliche Intelligenz – hohe Rendite inklusive?


Billionenschwerer Wachstumsmarkt  

Wetten auf die künstliche Intelligenz – hohe Rendite inklusive?

30.09.2018, 13:33 Uhr | Patricia Uhlig, rtr

Wetten auf die künstliche Intelligenz – hohe Rendite inklusive?. Roboter an einem Display: Künstliche Intelligenz hält Einzug in viele Bereich des Lebens. An dem Wachstum wollen auch Anleger teilhaben. (Quelle: Getty Images/PhonlamaiPhoto)

Roboter an einem Display (Symbolbild): Künstliche Intelligenz hält Einzug in viele Bereich des Lebens. An dem Wachstum wollen auch Anleger teilhaben. (Quelle: PhonlamaiPhoto/Getty Images)

Geldanlagen mit dem Schwerpunkt Künstliche Intelligenz (KI) verzeichnen ein starkes Wachstum. Doch Experten warnen vor Kurseinbrüchen – wer in KI-Fonds und Zertifikate investiert, sollte starke Nerven und einen langen Atem haben.

Ob Apples Sprachassistentin Siri, selbstständig fahrende Uber-Taxis oder gezielte Klamottenvorschläge beim Online-Modehändler Zalando – lernende und vernetzte IT-Systeme sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Die künstliche Intelligenz ist nach Meinung von Experten ein billionenschwerer Wachstumsmarkt für Firmen. Anleger versprechen sich hohe Renditen von dem Trend – die Nachfrage nach speziell darauf ausgerichteten Investmentfonds und Zertifikaten ist hoch.



Privatanleger mit Bedenken – institutionelle Investoren greifen zu

"Was institutionelle Investoren oder Family Offices angeht, stellen wir ein recht starkes Interesse an Künstlicher Intelligenz als Investmentthema fest", sagt Vermögensberater Thomas Metzger vom Bankhaus Bauer. Privatanleger seien dagegen zurückhaltender. "Der Bereich ist wohl zu speziell und für 'normale' Anleger nur schwer zu greifen."

Viele Bundesbürger haben Bedenken gegenüber der Entwicklung intelligenter Computer und Roboter, wie eine Umfrage der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) vom August 2017 zeigt. 51 Prozent der Befragten räumten ein, dass ihnen die Entwicklung ein Stück weit Angst mache, vor allem was mögliche Konsequenzen für den Arbeitsmarkt angehe.

Zweistellige Zuwachsraten

Dennoch verzeichnen Anbieter von Fonds und Zertifikaten ein rasantes Wachstum bei speziell darauf ausgerichteten Produkten. So sammelte etwa der Fonds Global Artificial Intelligence von Allianz Global Investors innerhalb von eineinhalb Jahren mehr als eine Milliarde Euro ein und legte in dieser Zeit etwa 28 Prozent zu.

Der Global Robotics Fonds der Credit Suisse, der seit Mitte 2016 am Start ist, ist schon mehr als doppelt so schwer. Der Fonds ist zudem der mit Abstand größte Themenfonds der Schweizer Bank.

Auch bei der DekaBank steht der Fonds Industrie 4.0 nach Angaben des Vermögensmanagers hoch im Kurs, der vor allem in Elektrogerätehersteller, Chipbauer und Softwarekonzerne investiert.



"Der Wandel ist nicht aufzuhalten"

Firmen bringt die künstliche Intelligenz nach Ansicht von Fachleuten enormes Wachstumspotenzial. Nicht nur verspricht sie sinkende Kosten – es entstehen auch völlig neue Geschäftsfelder. Die PwC-Experten rechnen damit, dass das weltweite Bruttoinlandsprodukt durch künstliche Intelligenz bis 2030 um 14 Prozent, also um zusätzliche 15,7 Billionen US-Dollar steigt. Die Marktforscher von Gartner schätzen, dass sich der Gesamtwert von Firmen mit KI-basiertem Geschäftsmodell von 2018 bis 2022 auf 3,9 Billionen Dollar mehr als verdreifacht.

Es wird prognostiziert, dass bereits in diesem Jahr mehr als die Hälfte aller Unternehmen KI in irgendeiner Form einsetzen. "Der Wandel ist nicht aufzuhalten", betont Professor Gregory Wheeler von der Frankfurt School of Finance. "Die Künstliche Intelligenz wird viele Bereiche des täglichen Lebens verändern."

Anlageschwerpunkte in USA und China

Die Musik spielt vor allem in den USA und China. Die Fonds haben den Großteil des Kundengeldes in dort ansässigen Unternehmen angelegt. So setzt Allianz-Fondsmanager Sebastian Thomas etwa auf die Chiphersteller Nvidia und Micron, den Eletroautobauer Tesla, den IT-Riesen Oracle oder den chinesischen Suchmaschinenbetreiber Baidu.

Im Robotics-Fonds der Credit Suisse finden sich US-Unternehmen wie der Sensorhersteller Cognex oder der Automatierungstechnik-Spezialisten Rockwell, aber auch die deutschen Auto- und Industriezulieferer Duerr und Gea Group.

Interessant für Anleger seien vor allem große Unternehmen aus der Internet- und IT-Branche – auch weil sie im vergangenen Jahr Startups aufgekauft hätten, die ein auf KI basierendes Geschäftsmodell hätten, sagt Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank.

Nichts für schwache Nerven

Wer in den Trend investieren will, braucht allerdings strapazierfähige Nerven und einen langen Atem. "Grundsätzlich sollte man immer vorsichtig mit sogenannten Mega-Trends sein", sagt Metzger vom Bankhaus Bauer.

Auch die Allianz warnt in ihrem Prospekt für den KI-Fonds vor möglichen Kurseinbrüchen. So verlor der Fonds im vergangenen halben Jahr fast sechs Prozent – der US-Technologieindex Nasdaq legte im gleichen Zeitraum dagegen gut 14 Prozent zu.


Verwendete Quellen:
  • Reuters

Ihre Meinung zählt!

Wir freuen uns auf angeregte und faire Diskussionen zu diesem Artikel.
Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

Gefällt 0 Gefällt nicht0
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Jetzt bei der Telekom: Surfen mit bis zu 100 MBit/s
zur Telekom
Gerry Weberbonprix.deOTTOCECILHappy SizeLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe