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DAX im Crash-Modus – Rücksetzer auf 10.000 Punkte möglich?


DAX-Rücksetzer auf 10.000 Punkte?  

Plötzlich sind die Börsen im Crash-Modus

11.10.2018, 17:56 Uhr | sm, t-online.de

Deutscher Aktienmarkt: Dax wegen Handelsstreit und Zinserhöhungen weiter auf Talfahrt
Dax weiter auf Talfahrt

Der Handelsstreit zwischen den USA und China sowie Spekulationen auf Zinserhöhungen der US-Notenbank machen Anleger nervös.

Aktienmarkt: Der Dax befindet sich weiter auf Talfahrt. (Quelle: Reuters)


Beim DAX könnte ein schwarzer Wochenausklang drohen. Die Wall Street und die Börsen in Asien geben den Ton an. Der deutsche Leitindex setzt am Tag nach dem größten Kursrutsch seit Monaten zur Talfahrt an.

Die Warnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) vor einer globalen Konjunkturabschwächung und Marktturbulenzen haben auch am Donnerstag bei den Anlegern Eindruck hinterlassen. Der deutsche Leitindex DAX DAX Index und EuroStoxx50 DAX Index setzten ihre Talfahrt fort und rutschten in der Spitze um je 1,7 Prozent ab.

Während der DAX bei 11.518 Zählern so niedrig wie zuletzt im Februar vorigen Jahres notierte, markierte der EuroStoxx bei 3.210 seinen niedrigsten Stand seit Dezember 2016. Von Panik sei bis dahin jedoch nichts zu spüren, sagten Börsianer. Einige Anleger nutzten das niedrigere Kursniveau sogar zum Wiedereinstieg. Daher halbierten DAX & Co. bis zum Nachmittag ihre Verluste. Alle Augen sind nun auf die Wall Street gerichtet.

Zu Börsenschluss hingegen beschleunigte sich noch einmal die Talfahrt. Der DAX beschloss den Börsentag mit einem Minus von 1,48 Prozent bei 11.539 Punkten schloss. Die Tagesverluste konnten somit nur leicht eingegrenzt werden. Der vor neun Jahren begonnene Aufwärtstrend scheint vorerst gebrochen.

10.000-Punkte-Marke könnte fallen

Am Vorabend hatte sich der Kursrutsch in New York ausgeweitet und war über Nacht nach Asien übergeschwappt. An der Wall Street dürfte sich der Ausverkauf am Donnerstag fortsetzen. Dies hätte auch weitere Auswirkungen auf den DAX.

Technische Analysten bewerten das Abwärtsrisiko für den deutschen Leitindex mittelfristig auf 1.700 bis 1.800 Punkte. Damit würde die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Zählern wieder in den Blick rücken. Fällt diese Marke, könnte ein weiterer Verkaufsdruck in Gang gesetzt werden, der den Kursrutsch des DAX beschleunigen würde.

Zinserhöhungen und eskalierender Zollstreit

Ein Grund für die schlechte Stimmung seien Spekulationen auf aggressivere Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed, sagte Analyst David Madden vom Online-Broker CMC Markets. Nach drei Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed seit Jahresbeginn rechneten Investoren mit einem vierten Schritt im Dezember. "Gerüchten zufolge wird es 2019 drei weitere Erhöhungen geben.

Daneben wirke die Warnung des Internationalen Währungsfonds (IWF) vor Börsenturbulenzen wegen des Zollstreits zwischen den USA und China nach, betonten die Analysten der ANZ Bank. Dieser Konflikt droht Experten zufolge weiter zu eskalieren.

US-Finanzminister Steven Mnuchin warnte die Regierung in Peking vor einer weiteren Abwertung ihrer Währung, um die Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Produkte auf dem Weltmarkt zu verbessern und dadurch die Beeinträchtigungen durch die US-Strafzölle abzufedern. Der Yuan hat seit Jahresbeginn rund sechs Prozent verloren. Die Börse Shanghai schloss am Donnerstag mit 2.583,46 Punkten auf dem niedrigsten Stand seit vier Jahren.

Trump erklärt Fed für verrückt

"Dem Markt und US-Präsident Donald Trump ist die US-Notenbank Fed zu schnell unterwegs mit ihren Zinsanhebungen", fasste Marktanalyst Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC Markets zusammen. Trump verstärkte seine Kritik an der Fed am Mittwoch auf einer Wahlkampfveranstaltung. "Ich denke, die Fed ist verrückt geworden", sagte er.

"Für einen Präsidenten ist es äußert ungewöhnlich, die Zentralbank so offen zu kritisieren", sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. Das verunsichere Anleger.

"Das ist noch keine Panik, aber doch eine ordentliche Portion Verunsicherung", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. "Es bleibt abzuwarten, ob der sich zuspitzende Aktieneinbruch eine gesunde Korrektur oder die Spitze des Eisbergs ist", schrieben die Analysten der Commerzbank in einem Kommentar.

Öl und Kupfer billiger – Gold zieht an

Auch am Rohstoffmarkt war die Nervosität der Anleger spürbar. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 1,1 Prozent auf 82,21 Dollar je Barrel (159 Liter) und der Kupferpreis gab 1,4 Prozent auf 6.152,50 Dollar je Tonne nach. Vor diesem Hintergrund nahmen einige Anleger Kurs auf "sichere Häfen". Der Bund-Future, der auf der zehnjährigen Bundesanleihe basiert, stieg um 48 Ticks auf 158,36 Punkte. Die "Antikrisen-Währung" Gold verteuerte sich um 0,3 Prozent auf 1.198,6 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

In Deutschland gerieten vor allem konjunkturabhängige Aktien aus der Automobil- und Technologiebranche wie Volkswagen VOLKSWAGEN AG ST O.N. Aktie, Continental CONTINENTAL AG O.N. Aktie, Daimler DAIMLER AG NA O.N. Aktie, Infineon INFINEON TECH.AG NA O.N. Aktie und SAP SAP SE O.N. Aktie unter Druck. Papiere des Anlagenbauers Gea GEA GROUP AG Aktie büßten zudem nach einem verhalteneren Ausblick für die Gewinnmargen 5,2 Prozent ein.

Verwendete Quellen:
  • dpa-AFX
  • Reuters
  • AFX
  • weitere Quellen
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