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Türkei: Lira gerät wieder unter Druck


Eurokurs beinahe unbewegt  

Türkische Lira gerät wieder unter Druck

23.10.2018, 12:15 Uhr | dpa, pdi

Türkei: Lira gerät wieder unter Druck. Lira-Münzen liegen auf einer türkischen Flagge: Vor dem erneuten Kurseinbruch hatte sich die Währung zuletzt etwas erholt. (Symbolbild) (Quelle: imago/Abdurrahman Antakyali/Depo Pho)

Lira-Münzen liegen auf einer türkischen Flagge: Vor dem erneuten Kurseinbruch hatte sich die Währung zuletzt etwas erholt. (Symbolbild) (Quelle: Abdurrahman Antakyali/Depo Pho/imago)

Zuletzt hatte sich die Lira etwas erholt: Nun geht es wieder bergab mit der türkischen Währung. Der Euro bleibt hingegen stabil – und trotzt dem Ärger um die italienische Haushaltsplanung.

Der Euro hat sich am Dienstag kaum bewegt und notierte weiter unter der Marke von 1,15 US-Dollar. Am Vormittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1468 Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,1494 Dollar festgesetzt.

Am Dienstag stehen nur wenige Konjunkturdaten an, so dass von dieser Seite kaum Impulse für den Devisenhandel kommen. Auch die Querelen um die Haushaltsplanung in Italien konnten den Euro zuletzt nicht bewegen. Derzeit diskutiert die EU-Kommission über die umstrittenen italienischen Budgetpläne für 2019 und berät das weitere Vorgehen.

Kursverfall durch Regierungsstreit?

Unterdessen hat die türkische Lira erstmals seit Anfang Oktober wieder kräftig abgewertet. Am Vormittag wurde ein Euro für 6,72 Lira gehandelt. Am Morgen mussten nur 6,50 Lira gezahlt werden. Zuvor hatte sich die Währung vom herben Kurseinbruch im August ein Stück weit erholen können. Marktbeobachter erklärten den aktuellen Kursrückgang mit jüngsten Meldungen, die auf Unstimmigkeiten in der türkischen Regierungskoalition hindeuten.


Am Devisenmarkt rückt außerdem die nächste Zinsentscheidung der türkischen Notenbank stärker in den Fokus, die am Donnerstag auf dem Programm steht. Obwohl die Inflation in der Türkei zuletzt stark gestiegen war, wird am Markt nicht mit einer weiteren Zinserhöhung gerechnet. Analysten gehen davon aus, dass der Leitzins unverändert bei 24,0 Prozent festgelegt wird.

Erdogan fordert niedrigere Zinsen

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan lässt dagegen mit seiner Kritik an den hohen Zinsen im Land nicht nach. Banken sollten Unternehmern Kredite mit geringeren Sätzen anbieten, um für Investitionen zu sorgen, zitierte ihn die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstag. "Dieser niedrige Zins wird die Inflation nach unten bringen." Die Teuerungsrate war im September auf fast 25 Prozent geklettert - der höchste Wert seit 15 Jahren. Um sie einzudämmen, hat die türkische Zentralbank zuletzt gegen den Wunsch des Staatschefs die Leitzinsen kräftig um 6,25 Punkte auf 24 Prozent angehoben.

Die Sorge vor einer zu starken Einflussnahme des Präsidenten auf die eigentlich unabhängige Notenbank hat auch mit dazu beigetragen, dass die Lira seit Jahresbeginn rund ein Drittel an Wert eingebüßt hat. Erdogan hat sich selbst wiederholt als "Gegner der Zinsen" bezeichnet. Von niedrigeren Sätzen erhofft er sich einen Schub für das Wirtschaftswachstum. Seine Ansicht zur Inflation und den Zinsen stünde womöglich im Widerspruch zu denen der Akademiker, sagte Erdogan der Agentur. Diese würden aber keine Belege liefern, er dagegen schon. "Daher nenne ich den Grundsatz: Zinsen sind die Ursache, Inflation das Resultat."

Verwendete Quellen:
  • dpa

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