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Stresstest: Deutsche Bank schneidet besonders schlecht ab


Neuer Banken-Stresstest  

Deutsche Bank schneidet besonders schlecht ab

03.11.2018, 13:16 Uhr | dpa, rtr

Stresstest: Deutsche Bank schneidet besonders schlecht ab. Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main: Das Kreditinstitut hat in einem neuen Stresstest schlecht abgeschnitten. (Quelle: dpa/Arne Dedert)

Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main: Das Kreditinstitut hat in einem neuen Stresstest schlecht abgeschnitten. (Quelle: Arne Dedert/dpa)

Wie gut sind Europas Banken für eine mögliche neue Krise aufgestellt? Europas Bankenaufsicht hat das getestet. Die Ergebnisse sind auch für Deutschland unerfreulich.

Deutsche und britische Banken schneiden im jüngsten Stresstest der Europäischen Bankenaufsicht EBA schlecht ab. Das teilte die Behörde nach Börsenschluss in London mit. Unter den Instituten mit dem schlechtesten Ranking sind demnach die Deutsche Bank und mehrere Landesbanken, aus Großbritannien die Lloyds Banking Gruppe, die Barclays Bank und die Royal Bank of Scotland.

Die NordLB schnitt von allen acht deutschen Instituten am schlechtesten ab. Im Krisenszenario bis 2020 schrumpfte die harte Kernkapitalquote der Landesbank auf 7,07 Prozent, wie die EBA mitteilte. Das vergleichsweise schwache Ergebnis des Instituts, an dem die Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt beteiligt sind, war erwartet worden.

Grünen-Politiker fordert NordLB-Sanierung

"Die Eigenkapitalpuffer der Banken sind generell zu niedrig", meinte Stefan Wenzel, der finanzpolitische Sprecher der Grünen im niedersächsischen Landtag. Für die NordLB müsse nun ein Sanierungskonzept vorgelegt werden, bei dem eine Zusammenarbeit mit anderen Landesbanken Priorität haben müsste. Die Suche nach Investoren für das angeschlagene Institut läuft seit einiger Zeit.

Die Deutsche Bank will sich in ihrem Kurs nicht beirren lassen. "Wir werden nach dem Stresstest nichts daran ändern, wie wir die Bank managen. Wir machen das mit internen Stresstests und im Einvernehmen mit unseren Aufsehern", sagte Finanzchef James von Moltke. Aus Sicht der Bundesbank sind die deutschen Geldhäuser mit ihren Kapitalpolstern gerüstet, um auch eine schwere Wirtschaftskrise zu verkraften.


Dem Stresstest unterzogen wurden 48 Banken aus 15 EU-Staaten. Auf Basis der Bilanzen zum Jahresende 2017 musste sie durchrechnen, wie viel dünner ihre Kapitaldecke in drei Jahren werden würde, wenn die Konjunktur einbricht, die Arbeitslosenzahlen steigen und die Immobilienpreise in den Keller gehen. Die Aufseher versprechen sich Erkenntnisse darüber, wie anfällig Banken für Krisen wären und ob sie ihre Kapitalpuffer für schlechte Zeiten verstärken müssen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa, Reuters

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