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Deutsche Bank traut den Aktienmärkten 2019 Gewinne zu


Deutsche Bank traut den Aktienmärkten 2019 Gewinne zu

28.11.2018, 14:21 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Trotz anhaltender politischer Unsicherheiten sieht die Deutsche Bank Kurspotenzial für Aktien. "Solide Unternehmensgewinne und günstige Bewertungen könnten ein gutes Umfeld für moderat steigende Notierungen bieten", sagte Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden am Mittwoch in Frankfurt.

So prognostizierte die Bank für den deutschen Leitindex Dax zum Jahresende 2019 einen Stand von rund 12 300 Punkten. Zum aktuellen Niveau wäre das ein Plus von rund 9 Prozent. Das Börsenbarometer der Eurozone, der EuroStoxx 50 , könnte dann bei etwa 3300 Punkten stehen (plus 4 Prozent). Den breiten US-Index S&P 500 sieht die Deutsche Bank sogar bei circa 3000 Punkten (plus 12 Prozent).

In den USA stützten das hohe Gewinnwachstum der Unternehmen sowie hohe Eigenkapitalrenditen und Rekord-Aktienrückkäufe die Kurse, sagte Stephan. Allerdings seien US-Aktien auch bereits relativ hoch bewertet. Europäische Aktien hingegen seien recht günstig zu haben, während sich die Erträge der Firmen vergleichsweise schwach entwickelten. Derweil böten insbesondere viele asiatische Schwellenländer eine Kombination aus hohem Gewinnwachstum und niedriger Bewertung.

Mit Blick auf einzelne Branchen hob Stephan die niedrigen Bewertungen und teils hohen Dividendenrenditen von Unternehmen aus den Sektoren Industrie, Finanzen und Rohstoffe hervor. Bei Technologiewerten hingegen riet der Experte zur Differenzierung: "Anleger müssen noch genauer auf die einzelnen Geschäftsmodelle schauen." Viele Tech-Konzerne seien zwar sehr breit aufgestellt und etwa in den Bereichen Onlinehandel, Cloud-Computing und künstliche Intelligenz gleichzeitig aktiv. Es werde aber eher Jahre statt Monate dauern, bis das ökonomische Potenzial von Innovationen in der Realwirtschaft ankomme.

2019 dürften gleichwohl vor allem politische Belastungsfaktoren zu noch größeren Schwankungen an den Kapitalmärkten führen als bereits in diesem Jahr. "In Europa begleiten uns weiterhin der Haushaltskonflikt mit Italien und die Sorgen vor einem ungeregelten Brexit", sagte Stefan Schneider, Chefvolkswirt für Deutschland bei Deutsche Bank Research. Bevor die Tinte unter einem Austrittsvertrag zwischen Großbritannien und der Europäischen Union (EU) nicht trocken sei, werde es kaum zu einer nachhaltigen Entspannung kommen. Zudem klammere sich Italien an einen nach den Regularien der EU unzulässigen Haushalt. Das bedrohe das Rating des Landes und damit die Stabilität der gesamten Eurozone.

Hinzu komme der globale Handelsstreit insbesondere zwischen den Vereinigten Staaten und China. "Aus diesem Handelskonflikt kann zunehmend ein Kampf um wirtschaftliche und technologische Marktführerschaft werden. Es geht im Kern darum, wer die Standards setzt", ergänzte Deutsche-Bank-Experte Stephan.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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