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Amazon: Bundeskartellamt eröffnet Missbrauchsverfahren

Online-Riese im Visier  

Bundeskartellamt eröffnet Missbrauchsverfahren gegen Amazon

29.11.2018, 14:44 Uhr | rtr

Amazon: Bundeskartellamt eröffnet Missbrauchsverfahren . amazon.de-Logo: Der Onlinehändler Amazon besitzt die marktbeherrschende Stellung in Deutschland. (Quelle: dpa/Uli Deck)

amazon.de-Logo: Der Onlinehändler Amazon besitzt die marktbeherrschende Stellung in Deutschland. (Quelle: Uli Deck/dpa)

Das Bundeskartellamt untersucht das Verhalten des US-Internethändlers Amazon. Händler auf dem deutschen Marktplatz "amazon.de" hatten sich beschwert.

Das Bundeskartellamt nimmt den Onlineriesen Amazon ins Visier. Die Behörde habe ein Missbrauchsverfahren gegen den US-Konzern eingeleitet, teilen die Wettbewerbshüter mit. Im Mittelpunkt steht dabei amazon.de, der mit Abstand größte Onlinemarktplatz in der Bundesrepublik.

Das Kartellamt wolle die Geschäftsbedingungen und Verhaltensweisen von Amazon gegenüber den Händlern dort untersuchen. Denn Amazon nimmt eine Doppelrolle ein – der US-Konzern ist selbst der mit Abstand größte Onlinehändler in Deutschland und betreibt dazu noch einen Internetmarktplatz, auf dem Waren anderer Anbieter verkauft werden. Die Kartellwächter gehen Beschwerden von Händlern nach, die Waren auf dem Marktplatz anbieten. Sie arbeiten dabei auch mit der EU-Kommission zusammen.

Kartellamt untersucht Geschäftsbedingungen von Amazon

"Wir werden prüfen, ob Amazon seine Marktposition zulasten der auf dem Marktplatz tätigen Händler ausnutzt", kündigt Kartellamtschef Andreas Mundt an: "Die Geschäftsbedingungen und Verhaltensweisen von Amazon gegenüber den Händlern werden damit umfassend auf den Prüfstand gestellt." Von Amazon war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Die möglicherweise missbräuchlichen Geschäftsbedingungen beträfen unter anderem Haftungsregeln zulasten der Händler im Zusammenhang mit Gerichtsstand- und Rechtswahlklauseln, Regeln zu Produktrezensionen, intransparente Kündigungen und Sperrungen von Händlerkonten, teilt das Kartellamt mit. Erhärtet sich der Verdacht im Zuge des Missbrauchsverfahrens, könnte das Kartellamt den US-Konzern dazu zwingen, die beanstandeten Praktiken zu beenden. Eine Geldstrafe ist indes nicht zu erwarten.

Auch die EU-Kommission ermittelt gegen Amazon

Im September hatte bereits die Europäische Kommission erklärt, sie nehme Amazon wegen des Umgangs mit den Verkaufsdaten von Händlern auf seiner Marktplattform unter die Lupe. Das Verfahren des Bundeskartellamts und das Verfahren der Kommission ergänzen sich, teilt die Bonner Behörde mit.

Mundt hatte immer wieder angekündigt, dem Internetriesen genau auf die Finger schauen zu wollen. "Unser Hauptaugenmerk gilt dem Schutz des Wettbewerbs in der Digitalwirtschaft", hatte er angekündigt. Die Behörde ziele darauf ab, Märkte offen zu halten und die Interessen der Verbraucher zu schützen. Das Kartellamt ermittelt auch gegen Facebook. Eine Entscheidung wird hier Anfang 2019 erwartet.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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