Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Deutsche Bahn: EVG-Gewerkschaft kündigt zu Montag erneut Warnstreiks an


Tarifgespräche abgebrochen  

Gewerkschaft kündigt Warnstreiks bei der Bahn an

08.12.2018, 13:26 Uhr | dpa, AFP

Deutsche Bahn: EVG-Gewerkschaft kündigt zu Montag erneut Warnstreiks an. Streikende in Hannover: Mit Transparenten und Fahnen unterstützen Mitglieder der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) die Verhandlungsdelegation zu Beginn der Gespräche zwischen EVG und der Deutschen Bahn. (Quelle: dpa/Holger Hollemann)

Streikende in Hannover: Mit Transparenten und Fahnen unterstützen Mitglieder der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) die Verhandlungsdelegation zu Beginn der Gespräche zwischen EVG und der Deutschen Bahn. (Quelle: Holger Hollemann/dpa)

Auf Bahnreisende in Deutschland kommen erneut Probleme zu. Die Bahngewerkschaft EVG hat Warnstreiks angekündigt, nachdem Tarifgespräche zunächst scheiterten.

Die Tarifgespräche zwischen der Deutschen Bahn und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) sind am Samstag abgebrochen worden. Das teilte die Gewerkschaft am Verhandlungsort in Hannover mit. Die EVG kündigte Warnstreiks an. Reisende müssten schon zu Beginn der kommenden Woche "mit erheblichen Zugausfällen rechnen", teilte die Gewerkschaft mit.

"Der Arbeitgeber hat uns nur Angebote vorgelegt, die nicht den Forderungen unserer Mitglieder entsprachen", erklärte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba. "Am Ende fehlte aus unserer Sicht ein Prozent mehr angesichts der vom Arbeitgeber angebotenen längeren Laufzeit", fügte sie hinzu.

Die Bahn hatte zwei Erhöhungsstufen für das Gehalt angeboten – einmal 2,5 Prozent und einmal 2,6 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von 29 Monaten. "Die Laufzeit ist zu lang, die Prozente sind daran gemessen zu niedrig", sagte Rusch-Ziemba.

Einigungsversuch gescheitert

In den Tarifgesprächen für rund 160.000 Beschäftigte hatten die Beteiligten am Samstag einen neuen Einigungsversuch unternommen. Die ganze Nacht hindurch hatte das Unternehmen mit der EVG sowie separat mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) verhandelt. Dabei sei der erhoffte Durchbruch nicht gelungen, hieß es aus beiden Gewerkschaften.

Auf die Lohnsteigerung und die Vertragslaufzeit konnte man sich bislang nicht einigen. Sowohl EVG als auch GDL hatten 7,5 Prozent mehr Geld gefordert. Die Verhandlungen in Hannover laufen seit Donnerstag – sie werden parallel in zwei Hotels geführt, die rund einen Kilometer voneinander entfernt sind. 

"Wahlmodell" bereitet Bahn Probleme

Die EVG hatte mit einem Abbruch der Gespräche und "weiterreichenden Aktionen" gedroht, falls in dieser Runde keine Einigung gelingen sollte. Sie vertritt etwa 160.000 Beschäftigte der Deutschen Bahn im Inland. Die kleinere GDL verhandelt für einen Teil davon – rund 36.000 Beschäftigte des Zugpersonals, darunter vor allem Lokführer, Zugbegleiter und Bordgastronomen.

Bahn-Personalvorstand Martin Seiler hatte von Anfang an als Ziel genannt, möglichst mit beiden Gewerkschaften "für gleiche Berufsgruppen auch zu vergleichbaren Ergebnissen zu kommen".

Als schwieriger Punkt galt auch das von der EVG verlangte Wahlmodell für die nächste Lohnerhöhung: Die Arbeitnehmer sollen demnach statt des Geldes auch mehr Urlaub oder eine kürzere Arbeitszeit wählen können. Eine solche Regelung gibt es bereits seit Anfang 2018 für die jüngste Lohnerhöhung. Mit einer Ausweitung des Wahlrechts hätte die Bahn Probleme, weil dies den Personalmangel verschärfen würde.

Einigung auf bessere Arbeitsbedingungen

Vor den Verhandlungen über die Kernforderungen wie Lohnerhöhung, Wahlmodell und Anhebung der betrieblichen Altersvorsorge hatten sich Bahn und EVG in der vorherigen Runde schon auf Mietzuschüsse für Auszubildende, eine Vergütung von Reisezeiten zum Arbeitsplatz, die Verlängerung der Altersteilzeit und beim Komplex Digitalisierung der Arbeitswelt verständigt. Mit der GDL kam eine Teileinigung über die Ruhepausen und Verbesserungen bei den Schichtplänen des Zugpersonals zustande.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa, AFP

Ihre Meinung zählt!

Wir freuen uns auf angeregte und faire Diskussionen zu diesem Artikel.
Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

Gefällt 0 Gefällt nicht0
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
MagentaZuhause & MagentaTV: viele Verträge, ein Preis
jetzt Highspeed-Streaming
Anzeige
Die neuen Teufel Sound-Superhelden zu Top-Preisen
Heimkino, Portable, Kopfhörer und mehr
Gerry Weberbonprix.deOTTOCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2019