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Post-Chef kündigt Portoerhöhung an: Briefe verschicken wird bald teurer


So bald wie möglich  

Post-Chef kündigt Portoerhöhung an

09.12.2018, 13:53 Uhr | Bettina Grönewald, dpa

Post-Chef kündigt Portoerhöhung an: Briefe verschicken wird bald teurer. Ein Brief geht auf die Reise: Weil das immer teurer werde, müssten die Portokosten steigen, sagt Post-Chef Frank Appel. (Quelle: dpa/Oliver Berg)

Ein Brief geht auf die Reise: Weil das immer teurer werde, müssten die Portokosten steigen, sagt Post-Chef Frank Appel. (Quelle: Oliver Berg/dpa)

Sie war schon längst geplant, aber dann auf Eis gelegt: die nächste Erhöhung der Portokosten. Post-Chef Frank Appel sagt nun, wann sie kommen dürfte – und wie hoch sie ausfällt.

Der Chef der Deutschen Post, Frank Appel, hält steigende Portokosten für Briefe und Pakete für unverzichtbar. "Wir brauchen ein höheres Porto, weil unsere Personalkosten jedes Jahr um etwa drei Prozent steigen und gleichzeitig die Briefmengen um einen ähnlichen Wert sinken", sagte der Manager der "Welt am Sonntag". Ein zunehmendes Porto sei also "eine logische Konsequenz". Für die Weihnachtspost sind aber noch keine Erhöhungen zu erwarten.

Auch Paketdienst DHL wolle teurer werden

Auch im Paketversand versuche die Post-Tochter DHL, deutliche Preissteigerungen durchzusetzen, erklärte Appel. "Unsere Branche hat ein grundsätzliches Problem, weil die Zustellung zu gering bezahlt wird. Faktisch sind die letzten 50 Meter bis zur Haustür der teuerste Teil unserer Dienstleistung. Genau dort lässt sich aber die Effizienz kaum mehr steigern." Über einen Portoaufschlag speziell für die Haustürzustellung denke die Post im Gegensatz zu einigen Wettbewerbern aber nicht nach.


Appel rechnet weiterhin damit, dass die Post bald mehr als 70 Cent für einen Standardbrief nehmen darf. Eigentlich wollte sie das Porto schon zum Jahreswechsel auf 80 Cent anheben. Weil sie nicht alle notwendigen Daten eingereicht hatte, hatte die zuständige Bundesnetzagentur das Genehmigungsverfahren aber Ende Oktober auf Eis gelegt. "Wir erwarten die Entscheidung im ersten Quartal 2019 und werden diese dann möglichst zeitnah umsetzen", bekräftigte Appel.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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