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Aktien Frankfurt Schluss: Dax setzt Erholung fort


Aktien Frankfurt Schluss: Dax setzt Erholung fort

12.12.2018, 18:15 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat zur Wochenmitte an seine Vortageserholung angeknüpft und ist erneut deutlich fester aus dem Handel gegangen. Neue Hinweise einer Annäherung im US-Handelsstreit mit China sowie Hoffnungen auf ein politisches Überleben der britischen Premierministerin Theresa May hätten die Kurse beflügelt, hieß es.

Der Dax baute seinen Gewinn im Tagesverlauf aus und schloss 1,38 Prozent höher bei 10 929,43 Punkten. Bereits am Dienstag hatte der Leitindex um rund 1,5 Prozent zugelegt. Der MDax stieg am Mittwoch um 1,81 Prozent auf 22 622,15 Punkte. Der SDax überwand wieder die Marke von 10 000 Zählern und endete 2,18 Prozent im Plus bei 10 020,61 Punkten.

Der EuroStoxx 50 rückte um 1,72 Prozent auf 3107,97 Punkte vor. Für den Pariser Leitindex Cac 40 und den Londoner FTSE 100 ging es um 2,2 beziehungsweise 1,1 Prozent nach oben. Der Dow Jones Industrial stand zum europäischen Handelsschluss mit etwa 1,2 Prozent im Plus.

Am Markt wirkte weiter positiv, dass in den Handelskonflikt zwischen China und den USA Bewegung zu kommen scheint. China habe sich in Richtung einer Senkung von Zöllen von importierten Autos aus den USA bewegt, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag. Ein Vorschlag, der die Reduzierung von Zöllen auf US-Autos von derzeit 40 Prozent auf nur noch 15 Prozent vorsehe, werde von der chinesischen Regierung in den kommenden Tagen geprüft, hieß es.

Unterdessen hat die Europäische Union der schwer bedrängten britischen Premierministerin Theresa May vor dem Brexit-Gipfel Entgegenkommen signalisiert, ohne jedoch konkrete Offerten zu unterbreiten. Am Abend blicken EU-Vertreter gespannt nach London, wo May eine Misstrauensabstimmung um ihr Amt als Chefin der konservativen Regierungspartei zu überstehen hat. Die Chancen dafür stehen britischen Medien zufolge gut.

Unter den Einzelwerten standen am Mittwochnachmittag die Aktien von Deutscher Bank und Commerzbank mit Kursgewinnen von 5,8 beziehungsweise 5,6 Prozent im Anlegerfokus. Grund dafür waren erneute Spekulationen um einen möglichen Zusammenschluss beider Geldhäuser. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen berichtete, hat die Bundesregierung ihre Bemühungen intensiviert, eine Fusion beider Institute zu erleichtern.

Auf den vorderen Plätzen im Dax waren auch die Versorger RWE und Eon mit Kursgewinnen von 3,2 beziehungsweise 1,8 Prozent zu finden. Beobachtern zufolge konnten sie von Signalen aus der Politik auf einen nicht ganz so raschen und drastischen Schwenk in der deutschen Energie- und Klimapolitik profitieren.

An der Spitze des Dax lagen Fresenius mit einem Kursgewinn von fast 7 Prozent. Nach Gewinnwarnungen des Betreibers von Krankenhäusern hatten die Papiere in nicht einmal zwei Monaten mehr als 40 Prozent eingebüßt. Auf dem niedrigen Kursniveau sah Analyst Tom Jones von der Berenberg Bank die Sorgen der Investoren "nun vollständig eingepreist".

Die Diskussion über die strategische Ausrichtung von Axel Springer hat die Papiere des Medienkonzerns um 1,5 Prozent ins Minus befördert. Konzernchef Mathias Döpfner hatte auf einer Investorenveranstaltung über eine stetige Überprüfung der Konzernstruktur gesprochen. In Medienberichten wurde dies dahingehend ausgelegt, dass damit das lukrative Digitalgeschäft abgespalten werden könnte.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 0,13 Prozent am Vortag auf 0,11 Prozent. Der Rentenindex Rex legte um 0,11 Prozent auf 141,74 Punkte zu. Der Bund-Future gab um 0,24 Prozent auf 162,93 Punkte nach. Der Eurokurs notierte zuletzt mit 1,1362 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1346 Dollar festgesetzt./edh/men

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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