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ANALYSE/UBS: Kurssturz an Wall Street im vierten Quartal von historischem Ausmaß


ANALYSE/UBS: Kurssturz an Wall Street im vierten Quartal von historischem Ausmaß

18.12.2018, 21:19 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Ausverkauf an den US-Börsen könnte zu einem der schwächsten Schlussquartal seit Jahrzehnten führen. Auf dem aktuellen Stand wäre es der neuntgrößte Verlust in einem Schlussquartal seit Ende der 1920er Jahre, schrieben die Aktienstrategen Keith Parker und Neal Burk von der Bank UBS am Dienstag in einer Studie. Per Schlusskurs am Montag sei der marktbreite S&P 500 seit Beginn des vierten Quartals um 12,6 Prozent eingebrochen.

Verluste von mehr als 12 Prozent in einem vierten Quartal habe es in der Vergangenheit nur in absoluten Ausnahmefällen gegeben. Hierzu zähle vor allem die Zeit der großen Depression mit Arbeitslosenquoten von mehr als 15 Prozent. In dieser Phase habe es fünf große "Sell-offs" in einem Jahresschlussviertel gegeben.

Ein weiteres Extrembeispiel sei das vierte Quartal 1941 gewesen mit dem Überfall der Japaner auf Pearl Harbor und den Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg. Auch in den Finanzmarktkrisen 1987 und 2008 hätten die Märkte im vierten Quartal heftige Verluste hinnehmen müssen. Im Schlussquartal 2008 sei der S&P 500 sogar um fast ein Viertel abgesackt.

Allein in der vergangenen Woche seien aus aktiv verwalteten US-Aktienfonds rund 32 Milliarden US-Dollar abgeflossen. Das sei der größte Mittelabfluss gewesen seit es hierzu Daten gebe.

Mit historisch noch immer niedrigeren Zinsen und einem weiterhin soliden Wachstum "ist nun bei US-Aktien bereits Vieles eingepreist", sagten die beiden Experten. Spannend könne nun die Sitzung der US-Notenbank am Mittwoch werden. Zwar werde die Fed die Leitzinsen wohl nochmals um ein Viertel Prozentpunkt erhöhen; gleichzeitig könnte sie aber mit Blick voraus ein weniger restriktives Vorgehen andeuten.

In volatilen Marktphasen wie der gegenwärtigen sei nur schwer vorherzusagen, wie die Börsen auf das Vorgehen der Fed reagieren werden, räumten die Strategen ein. "Die Hürde für die Aktienmärkte liegt nun aber niedriger".

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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