Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Sorge wegen Brexit: Britische Autobranche kämpft mit starkem Absatzeinbruch


Sorgen wegen Brexit  

Britische Autobranche kämpft mit starkem Absatzeinbruch

07.01.2019, 21:42 Uhr | dpa-AFX, rtr

Sorge wegen Brexit: Britische Autobranche kämpft mit starkem Absatzeinbruch. Rolls Royce (Quelle: Getty Images/Ingram Publishing)

Traditionsmarken: Der britische Automarkt ist auch wegen der Unsicherheiten über den bevorstehenden Brexit eingebrochen. (Quelle: Ingram Publishing/Getty Images)

Der britische Automarkt hat 2018 den schwersten Einbruch seit der Finanzkrise vor zehn Jahren erlitten. Grund für die Absatzflaute sind eine sinkende Nachfrage nach Diesel-Fahrzeugen, striktere Abgasvorschriften und die Verunsicherung der Verbraucher wegen der Unklarheiten um den Brexit. 

Der britische Automarkt ist auch wegen der Unsicherheiten über den bevorstehenden Brexit eingebrochen. Im vergangenen Jahr haben die Briten sieben Prozent weniger Autos gekauft als im Jahr davor. Vorläufigen Zahlen zufolge wurden knapp 2,37 Millionen Pkw verkauft – und damit 174.000 weniger als 2017. Der Chef des Branchenverbandes SMMT (Society of Motor Manufacturers and Traders), Mike Hawes, bezeichnet das Jahr 2018 als "höchst turbulent". Für 2019 rechnet er mit einem weiteren Rückgang beim Autoabsatz um zwei Prozent.

Hawes spricht in London von großen Herausforderungen: Viele Verbraucher seien verunsichert wegen des geplanten Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union. Auch die geringere Nachfrage nach Dieselfahrzeugen und strengere Abgasauflagen spielten beim Absatzrückgang eine wichtige Rolle, erläutert er.

Aston Martin stellt Notfallplan gegen Brexit-Chaos scharf

Aston Martin reagiert bereits auf die Talfahrt. Der Luxusautobauer hat seinen Notfallplan gegen einen ungeordneten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union verabschiedet. "Wir müssen uns auf den schlimmsten Fall vorbereiten", sagt Aston-Martin-Chef Andy Palmer. Der Autobauer müsse schon heute für die kommenden Monate planen, etwa über die Lieferung von Teilen aus Europa, die dann in der Produktion gebraucht werden. Dazu wurde der Plan entwickelt.

Bisher kommen Motoren oder Getriebe, die Aston Martin in Europa beschafft, über den Hafen Dover ins Land. Dort werden bei einem harten Brexit aber starke Verzögerungen durch Zollkontrollen befürchtet. Aston Martin vereinbarte mit dem Transportunternehmen DHL, dass die Lkw in diesem Fall andere Häfen ansteuern. Auch der teurere Weg über Luftfracht sei organisiert. Um seine Luxusautos ohne Unterbrechung in Europa verkaufen zu können, hat Aston Martin zudem im vergangenen Jahr ein Lager in Deutschland aufgebaut. "Je nachdem, was in den nächsten Wochen passiert, kann das noch aufgestockt werden oder nicht", sagte Palmer.

Brexit als "Katastrophe für die Industrie"

Großbritannien trennt sich Ende März von der Staatengemeinschaft. Der Chef des Branchenverbandes warnt eindringlich vor einem ungeordneten Brexit. Dies wäre eine "Katastrophe für die Industrie", warnt Hawes. Das von Premierministerin Theresa May mit der EU ausgehandelte Abkommen sei zwar nicht perfekt, garantiere aber zumindest eine längere Übergangsphase, die die Autobranche dringend brauche. In diesem Zeitraum würde praktisch alles so bleiben, wie es derzeit ist.

Eine Umfrage des Verbandes hatte kürzlich ergeben, dass bereits die Hälfte der Mitglieder durch die Unsicherheit Schaden erlitten hat. Ein Drittel verschob oder strich demnach heimische Investitionen. Zehn Prozent gaben jeweils an, bereits Kapazitäten ins Ausland verlagert oder die Zahl der Mitarbeiter verringert zu haben.

Das völlig zerstrittene Parlament in London wird in der kommenden Woche über das Abkommen abstimmen, das May mit Brüssel ausgehandelt hat. Eine Mehrheit dafür ist aber immer noch nicht in Sicht. Eine Scheidung von der EU ohne Abkommen würde Großbritannien Experten zufolge in ein Chaos in allen Lebensbereichen stürzen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa-afx, reuters

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Anziehend weiblich - die neuen Kleider der Saison
bei BAUR
Anzeige
Bauknecht Kühl-/ Gefrierkom- bis: „wenn du cool bleibst“
gefunden auf otto.de
Gerry Weberbonprix.deOTTOCECILHappy SizeLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe