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Airbus: Emirates will bestellte A380-Maschinen nicht mehr


Zweifel am Airbus A380  

Die Zukunft des weltgrößten Passagierjets steht auf der Kippe

01.02.2019, 11:06 Uhr | dpa

Airbus: Emirates will bestellte A380-Maschinen nicht mehr. Emirates Airbus A380: Der Airbus A380 ist der größte Passagierjet der Welt.  (Quelle: imago images/Jochen Tack)

Emirates Airbus A380: Der Airbus A380 ist der größte Passagierjet der Welt. (Quelle: Jochen Tack/imago images)

Wie lange gibt es den Airbus A380 noch? Die Zukunft des größten Passagierjets der Welt ist massiv gefährdet. Das Problem ist unter anderem der wichtigste Abnehmer des Flugzeugs. 

Die Zukunft des weltgrößten Passagierjets Airbus AIRBUS Aktie A380 steht ein Jahr nach der vorläufigen Rettung laut Insidern wieder auf der Kippe.

Größter Kunde könnte Bestellung ändern

Der größte A380-Kunde, die arabische Fluggesellschaft Emirates, wolle ihre jüngste Bestellung über 20 Maschinen ganz oder teilweise auf den kleineren Langstreckenjet A350 umschreiben, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person.

Der Flugzeugbauer bestätigte, dass er mit Emirates über den A380-Auftrag spreche. Zu Details wollte sich das Unternehmen aber nicht äußern. Emirates und der ebenfalls betroffene Triebwerksbauer Rolls-Royce Rolls-Royce Holdings PLC ORD SHS 20P Aktie lehnten eine Stellungnahme ab.

Jahresproduktion stark gesenkt

Emirates ist mit 162 bestellten und größtenteils bereits ausgelieferten A380 der größte Abnehmer des doppelstöckigen Flugzeugs. In den vergangenen Jahren hatte kaum noch eine Fluglinie den Typ geordert. Airbus drohten, die Bestellungen auszugehen. Der Konzern fährt die Jahresproduktion daher von zeitweise bis zu 30 Maschinen auf nur noch sechs Exemplare zurück.

Vor rund einem Jahr hatte der langjährige Airbus-Verkaufschef John Leahy gewarnt, dass der Hersteller die Produktion des Fliegers ohne eine größere Neubestellung über kurz oder lang einstellen müsste. Wenig später bestellte Emirates 20 Maschinen und sicherte sich eine Option auf 16 weitere Exemplare. Leahy schien die Zukunft der A380 gesichert zu haben.

Auch früher Probleme mit Emirates

Es ist nicht das erste Mal, dass Emirates Airbus in Sachen A380 öffentlich vorführt. Ende 2017 hatten sich beide Unternehmen auf der Luftfahrtmesse in Dubai zu einer Pressekonferenz verabredet. Doch als sich die Airbus-Manager in dem Saal bereit machten, betraten Vertreter des weltgrößten Flugzeugbauers Boeing Boeing Co Aktie den Saal. Statt des erwarteten A380-Großauftrags gab Emirates eine milliardenschwere Bestellung über 40 Boeing-Langstreckenflieger bekannt.

Emirates ließ Airbus danach noch zwei Monate zappeln. Erst als das Management des Flugzeugbauers die Fortsetzung der A380-Produktion Anfang 2018 öffentlich infrage stellte, stimmte Emirates der Bestellung der 20 zusätzlichen Maschinen zu.

Kleinere Flugzeuge werden öfter eingesetzt

Der A380 ist erst seit dem Jahr 2007 im Liniendienst im Einsatz. Der Großraumflieger war Airbus’ Antwort auf Boeings Jumbo-Jet 747-8, der bis dahin die Position als größter Passagierjet der Welt hielt. Doch die Tage der ganz großen Jets scheinen gezählt. Auch Boeings vor einigen Jahren runderneuerter Jumbo verkauft sich praktisch nur noch als Frachtflugzeug.



Die meisten Airlines setzen bei ihren Langstreckenflotten inzwischen vor allem auf normalgroße Großraumjets wie den Airbus A350 oder Boeings 787 "Dreamliner", die sich auf einer Vielzahl von Routen rentabel einsetzen lassen. Der A380 lohnt sich in der Regel nur auf Verbindungen zwischen großen Metropolen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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