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Briefporto wird teurer: Günstigere Alternativen zur Deutschen Post


Pakete und Briefe  

Das sind günstigere Alternativen zur Deutschen Post

Von Ana Grujić

12.02.2019, 10:43 Uhr
 (Quelle: kabel eins)
Deutsche Post: Briefporto wird teurer als gedacht

Das Briefporto steigt doch erst ab Sommer 2019. Die Bundesnetzagentur muss der Post aber einen höheren Spielraum zugestehen. Der ermöglicht es der Post die Preise auf satte 90 Cent anzuheben. (Quelle: kabel eins)

Deutsche Post: Das Briefporto wird teurer als gedacht. (Quelle: kabel eins)


Die Deutsche Post erhöht das Briefporto – möglicherweise mehr als gedacht. Es gibt aber Alternativen zu DHL, die heute schon günstiger sind. 

Die Deutsche Post will ihre Preise erhöhen. Laut Medienberichten könnte ein Standardbrief bald 90 Cent kosten. Damit soll der steigende Kostendruck auf das Unternehmen ausgeglichen werden. Doch es gibt Alternativen zu DHL. 

Wir haben uns die günstigsten und teuersten Inlandstarife der größten Paketdienstleister angesehen und auch einen Blick auf alternative Briefzusteller geworfen. 

Paketmarkt in Deutschland: Die Deutsche Post hält immer noch den größten Anteil am Markt für Kurier-Express-Paket-Dienste.  (Quelle: t-online.de/Statista)Paketmarkt in Deutschland: Die Deutsche Post hält immer noch den größten Anteil am Markt für Kurier-Express-Paket-Dienste. (Quelle: t-online.de/Statista)

Marktführer DHL: Päckchen ab 3,79 Euro

Mit einem Marktanteil von rund 57 Prozent ist DHL der Marktführer der deutschen Kurier-Express-Paket-Dienste (KEP-Dienste). 

Bei der Bepreisung fokussiert sich DHL auf Größe und Gewicht der Sendungen. Die kleinste Größe sind Päckchen mit Maximalmaßen von 35 x 25 x 10 Zentimetern und bis zu zwei Kilogramm Gewicht. Die Kosten dafür liegen bei 3,79 Euro. Der Versand erfolgt jedoch unversichert und ohne Sendungsverfolgung.

Die teuerste Paketklasse sind Sendungen mit Maximalmaßen von 120 x 60 x 60 Zentimeter und einem Maximalgewicht von 31,5 Kilogramm und kosten 16,49 Euro.

Tarife dazwischen variieren je nach Größe und Gewicht der Sendung und sind außerdem höher, wenn Sie sie in der Postfiliale frankieren lassen. 

Kunden können zudem gegen Aufpreis auch Zusatzleistungen wie Abholung, Transportversicherungen und Lieferung an einem Wunschtag hinzubuchen. 

Hermes: Günstiger – unter gewissen Bedingungen

Fast ein Drittel des deutschen KEP-Marktes bedient der Lieferdienstleister Hermes. Was wenige wissen: Hinter dem Unternehmen steht der Handels- und Dienstleistungskonzern Otto Group.

Hermes bepreist seine Sendungen nach der Summe der längsten und kürzesten Seite. Außerdem dürfen auch kleine Päckchen schwerer sein als bei DHL: Alle Sendungen dürfen bis zu 25 Kilogramm wiegen – die Klassen XL und XXL sogar bis zu 31,5 Kilogramm. 

Mit der günstigsten Preisklasse darf die Summe der längsten und kürzesten Seite 37 Zentimeter nicht überschreiten. Füllen Sie online den Paketschein aus und entscheiden sich für die Zustellung in einen Paketshop, liegt der Hermespreis von 3,70 Euro knapp unter dem DHL-Preis. Das Päckchen ist sogar bis 50 Euro versichert und Sie können die Sendung verfolgen.

Frau gibt Paket ab: Einige Dienstleister bieten als Zusatzservice die Abholung des Paketes an.  (Quelle: Peopleimages/Getty Images)Frau gibt Paket ab: Einige Dienstleister bieten als Zusatzservice die Abholung des Paketes an. (Quelle: Peopleimages/Getty Images)

In der teuersten Paketklasse dürfen die längste und kürzeste Seite insgesamt zwischen 150,1 und 200 cm Zentimetern liegen. Die dritte Seite darf nicht größer als 50 Zentimeter sein. Die Kosten sind mit 33,95 mehr als doppelt so hoch wie bei DHL. 

Auch bei Hermes können Kunden Zusatzleistungen wie Abholung hinzubuchen, jedoch fehlen Optionen wie Nachsendeservice oder Alterssichtprüfung, die DHL anbietet.

DPD: Günstiger als Hermes

Auf Platz drei der deutschen KEP-Dienstleister steht DPD mit sieben Prozent Marktanteil. 

Auch bei DPD darf Ihre Sendung bis zu 31,5 Kilogramm wiegen – beziehungsweise bis zu 20 Kilogramm, wenn Sie es in einem Paketshop abgeben. Der günstigste nationale Pakettarif kostet 4 Euro. Dabei wird das Paket an einen Paketshop zugestellt und ist bis zu 250 Euro versichert. Beachten Sie, dass die Summe der kürzesten und längsten Seite 35 Zentimeter nicht übersteigen darf. 

Der teuerste nationale Pakettarif kostet 16,90. Das Paket darf dabei das Gurtmaß von 300 Zentimetern nicht übersteigen und wird direkt an den Empfänger zugestellt. 

Tipp: Das Gurtmaß berechnet sich folgendermaßen: (Höhe + Breite des Paketes) x 2 + Länge des Paketes.  

Auch bei DPD können Kunden Leistungen hinzubuchen, wie eine Abholung zu Hause oder in gewissen Liefergebieten auch eine Sofortlieferung innerhalb von 90 Minuten.

UPS: 68 Seiten Tarifbestimmungen

Mit drei Prozent Anteil am deutschen KEP-Markt liegt der Dienstleister UPS auf Platz vier. Der Kostenvergleich mit den anderen Anbietern ist schwierig, denn die Übersicht der Tarife und Leistungen umfasst insgesamt 68 Seiten. 

Der Vergleich mit den Paketgrößen von DHL zeigt aber, dass UPS teurer ist. Für ein Paket mit den Maßen 35 x 25 x 10 Zentimeter und einem Gewicht von zwei Kilogramm bezahlen Sie bei UPS 6,04 Euro. Dafür wird das Paket auch von Mitarbeitern des Dienstleisters abgeholt. 

Ein Paket mit den Maßen 120 x 60 x 60 Zentimeter und einem Gewicht von 31 Kilogramm kostet beim amerikanischen Paketdienstleister 135,88 Euro.

 Pakete verschiedener Größen: Welcher Anbieter am günstigsten ist, hängt starkt davon ab, wie schwer und groß das betreffende Paket ist. (Quelle: Grassetto/Getty Images)Pakete verschiedener Größen: Welcher Anbieter am günstigsten ist, hängt starkt davon ab, wie schwer und groß das betreffende Paket ist. (Quelle: Grassetto/Getty Images)

GLS: Geringer Marktanteil und kleine Preise

Der Paketdienst GLS hält im deutschen KEP-Bereich nur ein Prozent Marktanteil.

Doch GLS bietet die niedrigsten Preise für kleine Sendungen. Ist die Summe der längsten und kürzesten Seite unter 35 Zentimeter und die Sendung wiegt weniger als 40 Kilogramm, bezahlen Sie für die Zustellung zu einem Paketshop 3,69 Euro.

Über eine Trackingnummer können Sie Ihre Sendung nachverfolgen. Diese ist bis 750 Euro versichert. 

Der Preis für ein XL-Paket (Gurtmaß 300 Zentimeter) liegt bei 17,99 Euro. 

Den richtigen Paketanbieter finden

Der Vergleich zeigt, dass die großen Paketdienstleister ihre Preise unterschiedlich berechnen: Während zum Beispiel DHL mehrere Gewichtskategorien hat, darf bei GLS jedes Paket bis zu 40 Kilogramm wiegen. 

Dementsprechend sollten Sie, je nach Größe und Gewicht des Paketes, überprüfen, welcher Anbieter für Sie die besten Konditionen hat. Mittlerweile gibt es eine Reihe von Vergleichsplattformen im Internet, die nach der Eingabe von Paketmaßen die günstigsten Angebote filtern. 

So sieht der deutsche Briefmarkt aus

Während sich im Bereich Paketversand einige Dienstleister den Markt teilen, erzielt im Bereich Briefzustellung immer noch die Deutsche Post über 80 Prozent der Umsätze. 



Überregionale Anbieter wie etwa Bauer Postal Network fokussieren sich wegen der besseren Planbarkeit vor allem auf gewerbliche Briefzustellungen und Infomails. Regionale Briefzusteller bieten aber auch Leistungen für Privatkunden an. Unter bestimmten Umständen können diese kleineren Anbieter günstiger sein als DHL. 

So verlangt der Berliner Dienstleister Pin Mail für einen nationalen Standardbrief 69 Cent. Das ist schon jetzt ein Cent günstiger als der Preis von DHL. Der regionale Anbieter Biberpost verlangt für einen Standardbrief sogar nur 60 Cent. Die Briefkästen des Unternehmens finden sich aber derzeit nur in Region rund um Magdeburg. 

Korrektur: In einer vorherigen Version sind die Bezeichnungen Paket und Päckchen synonym verwendet worden. Wir haben den Fehler korrigiert. 

Verwendete Quellen:
  • DHL International GmbH
  • Hermes Germany GmbH
  • DPD
  • United Parcel Service of America, Inc
  • General Logistics Systems Germany GmbH & Co. OHG
  • Bundesnetzagentur
  • Magdeburger Verlags- und Druckhaus GmbH
  • PIN MAIL Aktiengesellschaft
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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